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Ralf Rangnick führte Hoffenheim aus der Regionalliga bis zur Herbstmeisterschaft © getty

Hoffenheims Trainer übt sich vor dem Spiel gegen die Bayern in verbaler Zurückhaltung. Sportlich will er die Münchner aber ärgern.

Hoffenheim - Verbale Zurückhaltung statt Abteilung Attacke:

Trainer Ralf Rangnick von 1899 Hoffenheim will die Stimmung vor dem Heimspiel gegen Rekordmeister Bayern München (Sa., ab 15 Uhr LIVE) nicht anheizen.

"Seit Weihnachten bleiben die flotten Sprüche aus München ja aus, und Hoffenheim hat zuletzt auch nicht so oft flotten Fußball wie in der Hinrunde gespielt", sagte Rangnick in Anlehnung an die Wortgefechte vor dem Hinspiel im vergangenen Dezember in München (1:2).

"Wollen eine Serie hinlegen"

Nichtsdestotrotz will der in der Rückrunde ins Mittelfeld der Tabelle abgestürzte Herbstmeister für die Bayern im Titelrennen zum Stolperstein werden.

Nach zuletzt zwei Siegen festigt sich beim Aufsteiger wieder der Glaube an die eigene Stärke. "Wir wollen zum Saisonende noch eine kleine Serie hinlegen. Wir haben im Vergleich zu den Bayern vielleicht den Vorteil, dass wir keinen Druck mehr haben. Ein Sieg wäre dennoch eine Sensation", sagte Rangnick.

Einsatz von Beck und Compper fraglich

Allerdings haben die Hoffenheimer vor dem Spiel gegen die Bayern noch mit einigen Personalproblemen zu kämpfen. Verteidiger Per Nilsson erlitt beim 2:0-Erfolg in Bielefeld am Mittwoch eine Innenbandverletzung im Knie. Nach einer Kernspintomographie sollte am Donnerstag die genaue Diagnose folgen.

Fraglich sind zudem der an einem Magen-Darm-Virus erkrankte Andreas Beck sowie der an der Wade verletzte Innenverteidiger Marvin Compper. Zurück in die Startelf kehrt dagegen Carlos Eduardo nach seiner Fünf-Spiele-Sperre.

Konsequenzen aus dem Absturz

Derweil hat Rangnick bereits seine Lehren aus der im Vergleich zur Hinserie dramatisch schlechten Rückrunde gezogen. So werden die Kraichgauer in Zukunft in der Saisonvorbereitung keine Testspiele mehr gegen direkte Konkurrenten aus der Bundesliga absolvieren.

Beim Test gegen den HSV im spanischen La Manga war es am 14. Januar unter anderem zu Handgreiflichkeiten zwischen Eduardo und dem zu Bayern München wechselnden HSV-Profi Ivica Olic gekommen. Eduardo war vom Platz gestellt und daraufhin mehrere Wochen gesperrt worden.

Zudem hatte sich der Top-Torjäger der Hinrunde, Vedad Ibisevic, in der Partie einen Kreuzbandriss zugezogen.

Damit werden die Hoffenheimer auch im Sommer-Trainingslager im österreichischen Leogang nicht gegen den ebenfalls dort weilenden VfB Stuttgart spielen.

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