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Mit Teamkollege Marcel Schäfer jubelte Edin Dzeko (l.) in dieser Saison schon mehrfach © getty

In zweiten Teil des Sport1.de-Interviews spricht Edin Dzeko über seinen Förderer Felix Magath sowie Sturm-Kollege Grafite.

Von Christian Paschwitz

München - Dass Edin Dzeko eine besondere Verbindung zu seinem in Wolfsburg nun scheidenden Trainer Felix Magath hat, gibt der Bosnier (Porträt) unumwunden zu.

"Er hat mich geholt und mir die Chance gegeben, in der Bundesliga zu spielen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar", verrät der 23-Jährige im zweiten Teil des Interviews mit Sport1.de.

Dzeko, den schon seit längerem Top-Klubs wie Arsenal, Chelsea oder der AC Mailand jagen und für den angeblich rund 25 Millionen Euro Ablöse aufgerufen worden sein sollen, will sich mit den Gerüchten um seine Person aktuell nicht befassen.

"Wir wollen den Titel nach Wolfsburg holen", sagt der Top-Torjäger (22 Saisontore) und möchte das Niedersachsen-Derby bei Hannover 96 (Sa., 15 UhrLIVE) nicht zum Stolperstein geraten lassen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Marbach sowieso optimistisch

VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach meint gegenüber Sport1.de ohnehin: "Edin Dzeko hat beim VfL einen langfristigen Vertrag, und wir gehen fest davon aus, dass er auch in der nächsten Saison für den VfL Wolfsburg spielen wird."

Sport1.de: Sie und Grafite bilden ein überragendes Sturm-Duo, Sie haben zusammen schon 46 Treffer erzielt. Verraten Sie uns doch bitte mal das Geheimnis, warum das zwischen Ihnen beiden so klappt?

Dzeko: Wir verstehen uns auf dem Platz einfach sehr gut, harmonieren hervorragend. Wichtig ist letztendlich aber die gesamte Mannschaft und nicht nur wir als gut funktionierendes Sturm-Duo. Da sind wir uns einig.

Sport1.de: Und wer von Ihnen soll nun die Torjäger-Kanone holen? Hat es Sie in diesem Zusammenhang eigentlich gewurmt, dass Mario Gomez ausgerechnet gegen Wolfsburg viermal traf?

Dzeko: Wie gesagt: Es ist überhaupt nicht wichtig, wer am Ende mehr Tore geschossen hat. Wir stehen kurz vor dem Ende der Meisterschaft und wollen den Titel nach Wolfsburg holen ? auch mit unseren Toren.

Sport1.de: Und Sie wollen mit Grafite auch nächste Saison zusammen auf Torejagd gehen?

Dzeko: Natürlich?

Sport1.de: Wir fragen auch deswegen: Manche Ihrer Teamkollegen wie zum Beispiel Zvjezdan Misimovic haben kürzlich gesagt, doch nur wegen Magath nach Wolfsburg gekommen zu sein. Und jetzt wo Magath weggeht, befürchten manche den personellen Ausverkauf beim VfL?

Dzeko: Auch darüber mache ich mir überhaupt keine Gedanken. Felix Magath ist für meine Entwicklung und auch für die Entwicklung der gesamten Mannschaft sehr wichtig gewesen. Dass er jetzt wechselt, ist seine persönliche Entscheidung.

Sport1.de: Wenn wir so neugierig sein dürften: Sie selbst haben in Wolfsburg einen Vertrag noch bis 2011. Kommen Ihnen jetzt, wo Ihr Förderer Magath geht, manchmal die Gedanken, sich vielleicht zu lang gebunden zu haben?

Dzeko: Überhaupt nicht. Ich fühle mich in Wolfsburg sehr wohl, habe hier, wie gesagt, eine tolle Entwicklung genommen.

Sport1.de: Was haben Sie Magath persönlich alles zu verdanken?

Dzeko: Er hat mich nach Wolfsburg geholt und mir die Chance gegeben, in der Bundesliga zu spielen. Ohne Frage hat Felix Magath in meiner bisherigen Profikarriere eine sehr entscheidende und wichtige Rolle gespielt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.

Sport1.de: Gibt?s eigentlich einen Trainer-Nachfolger oder Trainer-Typen, den Sie sich wünschen würden? Spekuliert wurde öffentlich ja über ganz verschiedene Charaktere: So impulsive Leute wie Christoph Daum, dann wieder über ruhige Vertreter wie Thomas Schaaf.

Dzeko: Ich hatte noch nicht allzu viele Trainer, deswegen habe ich mir darüber auch noch kein Urteil gebildet. Ich kann nur sagen, dass Felix Magath für mich persönlich ein sehr guter Trainer war.

Sport1.de: Dürfen wir von Ihnen einen kleinen Gag erwarten, wenn Sie die Schale dann wirklich mit beiden Händen umfassen? Ein gewisser Marcelinho hat sich ja mal die Haare grün-weiß gefärbt. Was wird Edin Dzeko machen?

Dzeko: Lassen Sie sich überraschen.>> Hier geht's zurück zum ersten Teil des Interviews

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