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Im Hinspiel siegten van Bommels (r.) Bayern mit 2:1 gegen Obasis Hoffenheimer © getty

In der Hinrunde jagten die Bayern Hoffenheim, vor dem Rückspiel geht es für den FCB im Fernduell um die Meisterschaft.

Vom FC Bayern berichtet Christian Stüwe

München - Viel war geschrieben worden vor dem Hinspiel zwischen dem FC Bayern München und Hoffenheim.

Der Aufsteiger aus dem Kraichgau war spektakulär in die Bundesliga gestartet und als Tabellenführer an die Isar gekommen. Das "Fußball-Projekt" der Hoffenheimer war in aller Munde, sogar von der Wachablösung im deutschen Fußball die Rede.

Doch Luca Toni sorgte mit einem Last-Minute-Tor für den glücklichen 2:1-Sieg der Bayern in einem phasenweise spektakulären Spiel. Vor dem Rückspiel in Hoffenheim (ab 15 Uhr LIVE ) sind die Verhältnisse nun wieder zurecht gerückt.

Hoffenheim ist trotz gewonnener Herbstmeisterschaft abgestürzt und Bayern nimmt unter Übergangstrainer Jupp Heynckes wieder Kurs auf die Meisterschaft.

"Hoffenheim wird alles gegen uns geben"

Toni (Spielerporträt) erwartet dennoch einen ähnlich starken Gegner wie im Hinspiel.

"Hoffenheim ist eine Mannschaft, die zu Hause sehr stark spielt und gegen uns alles geben wird", sagte der Stürmer zu Sport1.de.

Heynckes von Hoffenheim beeindruckt

Auch Heynckes erwartet ein erneutes Spektakel. "Das wird ein richtig gutes Spiel, davon bin ich überzeugt", versprach der 64-Jährige.

Am Mittwoch habe er das Spiel der Kraichgauer am Fernseher verfolgt, erklärte Heynckes weiter. Was er dabei gesehen hat, hat ihn offenbar beeindruckt.

Es habe ihm sehr imponiert, wie die Hoffenheimer gespielt hätten. "Taktisch und athletisch" überzeuge die Elf von Ralf Rangnick, dazu kämen "Emotionen, wenn es gegen Bayern geht und das Hinspiel im Hinterkopf ist".

Van Buyten soll für Lufthoheit sorgen

Heynckes präsentierte sich perfekt auf den Gegner vorbereitet und bewies, dass er seine Hausaufgaben gemacht hat.

"Demba Ba ist 1,90, Obasi 1,88, Sanogo 1,87, Wellington 1,86, Vorsah 1,92", ratterte Heynckes die Gardemaße der Hoffenheimer Spieler herunter.

Um dem entgegen zu wirken, wird wieder Daniel van Buyten in der Innenverteidigung beginnen, Lucio auf rechts raus rücken und die verletzten Massimo Oddo und Christian Lell vertreten.

Heynckes lobte van Buytens Kopfballspiel und hofft, mit dem Belgier "die Lufthoheit zu gewinnen. Defensiv wie offensiv." Generell habe die Viererkette mit Lucio auf rechts "noch mehr Defensivpotenzial".

Ohne Altintop - Klose als Joker

Die Bayern müssen auf Hamit Altintop verzichten, der einen Muskelfaserriss an der Wade erlitten hat. Für Ersatztorwart Michael Rensing ist die Saison auf Grund einer Fingerverletzung gar beendet.

Miroslav Klose wird wieder mit der Joker-Rolle vorlieb nehmen. "Ich brauche noch einige Tage, um mich im Mannschaftstraining weiter zu verbessern", sagte der Nationalstürmer.

Dazu droht Franck Ribery, Ze Roberto, Mark van Bommel und Toni bei der nächsten Verwarnung eine Sperre gegen Stuttgart am letzten Spieltag. "Ich werde versuchen, brav zu sein", versprach Toni.

Erster echter Prüfstein für Heynckes

Nach drei Siegen in drei Spielen unter Heynckes scheint die Partie gegen Hoffenheim ein echter Prüfstein für die neuformierten Bayern zu werden.

"Hoffenheim ist noch einmal einen Schwierigkeitsgrad höher", erklärte Heynckes. Und dabei darf sich der Rekordmeister keinen Ausrutscher erlauben.

Premiere für Toni

Während der FC Bayern bis auf zwei Tore an Spitzenreiter Wolfsburg herangerückt ist, hat der Vierte Stuttgart nur zwei Punkte Rückstand auf die Spitze (Der Tabellenrechner).

"So ein Finale habe ich noch nie mitgemacht", erklärte Toni angesichts der Tabellensituation (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

"Es ist sehr eng. Einer der vier wird Meister, einer spielt nur UEFA-Cup", sagte Heynckes. Und letzteres wäre für den FC Bayern eine kleine Katastrophe.

"So steht uns das besser"

Auf die anderen schauen wollen die Bayern nicht. Heynckes will sich während des Spiels keine Zwischenstände mitteilen lassen.

"In zwei Spielen können wir alles selber regeln", gab Heynckes die Richtung vor. Er verzichtete aber auf die ansonsten für Bayern typischen Kampfansagen.

"Wenn man über die ganze Saison souverän spielt und Spuren in der Liga hinterlässt, dass der Gegner Respekt hat und den FC Bayern fürchtet, dann kann man das anders machen", erklärt Heynckes die ungewohnte Zurückhaltung: "Aber so steht uns das besser."

Doch sollten die Bayern gegen Hoffenheim erneut die Oberhand behalten, dürfte in Wolfsburg auch ohne Kampfansagen das Zittern beginnen.

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