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Marko Pantelic (r.) machte wohl sein letztes Heimspiel für Hertha BSC © getty

Nach dem torlosen Unentschieden gegen Schalke ist der Titel für die Mannschaft von Lucien Favre nur noch rechnerisch möglich.

Berlin - Hertha BSC Berlin muss seine Träume vom ersten Meistertitel seit 78 Jahren begraben.

Die Berliner kamen am vorletzten Spieltag der Bundesliga gegen Schalke 04 nicht über ein 0:0 hinaus und haben bei einer deutlich schlechteren Tordifferenz als Spitzenreiter VfL Wolfsburg nur noch theoretische Chancen auf den Titel.

Selbst um die Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League müssen die Hauptstädter im letzten Spiel beim Karlsruher SC kämpfen.

Vor 74.200 Besuchern im seit Wochen ausverkauften Berliner Olympiastadion boten beide Mannschaften eine kampfbetonte Partie mit wenig Glanz und trennten sich erstmals seit dem 7. Oktober 1978 wieder unentschieden.

Schalke, das bereits vor der Partie in Berlin alle Chancen auf einen internationalen Platz verspielt hatte, blieb im vierten Ligaspiel in Folge ohne Sieg.

"Wir haben die Möglichkeiten gehabt, haben sie aber nicht genutzt", trauerte Hertha-Coach Lucien Favre den Chancen nach.

"Wir haben zu viele Ballverluste gehabt und zu kompliziert gespielt. Wir haben unser Bestes gegeben. Am Ende hatte Schalke Überzahl im Mittelfeld, denn wir hatten vier Angreifer im Spiel. Da ist es schwierig Fußball zu spielen."

Bei den Gastgebern war Kapitän Arne Friedrich zunächst nur auf der Bank geblieben, obwohl der Nationalspieler nach seiner Knie-Operation im letzten Spiel beim 1. FC Köln zum Einsatz gekommen war.

Schalkes Trainer Mike Büskens verzichtete auf Mladen Krstajic und setzte in der Innenverteidigung auf das Duo Heiko Westermann und Benedikt Höwedes.

Hertha nur mit einer echten Spitze

Hertha bot in Marko Pantelic zunächst nur einen Stürmer auf. Der Serbe sorgte allerdings für viel Wirbel. Nachdem er Schalkes Keeper Manuel Neuer zunächst mit einem Schuss aus der Drehung zu einer Großchance (24.) zwang, vergab er im Anschluss freistehend vor Neuer (27.).

Kurz vor der Pause hatte "Pante" Nebenmann Pal Dardai nach einem schönen Solo freigespielt, doch der Ungar vergab aus sieben Metern.

Schalke wirkte im Spielaufbau äußerst umständlich. Halil Altintop und Jefferson Farfan, die nicht im Sturm, sondern mit Ivan Rakitic im offensiven Mittelfeld auf einer Linie spielten, konnten über die Außenposition zu wenig Druck entwickeln.

Kuranyi allein auf verlorenem Posten

Kevin Kuranyi war zu oft auf sich allein gestellt. Zudem brachten sich die Gäste durch viele Abspielfehler selbst um Chancen. Lediglich durch Standardsituationen konnte Schalke Gefahr heraufbeschwören.

In der 59. Minute gab Herthas Trainer Lucien Favre seine verhaltene Taktik auf und brachte unter dem Jubel der Zuschauer Andrej Voronin für Patrick Ebert als zweite Spitze. Fortan wurde Berlin wieder gefährlicher.

In der 62. Minute scheiterte Pantelic erneut frei vor Neuer. Schalke meldete sich in der 69. Minute mit einem Flachschuss von Jermaine Jones zurück, doch Hertha-Keeper Jaroslav Drobny war zur Stelle.

Pantelic und Raffael stark

Bei den Hausherren gehörten Pantelic und der Brasilianer Raffael zu den auffällisten Spielen, in Reihen der Gäste verdienten sich Jermaine Jones und in Ansätzen Farfan gute Noten.

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