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Edin Dzeko (l.) erzielt in Hannover seine Saisontore 23 bis 25 für Wolfsburg © getty

Dzeko und Grafite sichern den Wolfsburgern vor dem letzten Spieltag eine hervorragende Ausgangsposition. 96 erleidet ein Debakel.

Hannover - Dank seines überragenden Sturmduos trennen den VfL Wolfsburg nur noch ein Sieg, eagl in welcher Höhe, vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Beim souveränen 5:0 (3:0) im Niedersachsenderby bei Hannover 96 war der Ausnahmesturm mit Edin Dzeko und Grafite im Alleingang für den Erfolg verantwortlich: Dzeko erzielte einen Dreierpack, Grafite steuerte die weiteren beiden Tore bei.

Mit einem Sieg am letzten Spieltag am kommenden Samstag gegen Werder Bremen kann der VfL aus eigener Kraft die Meisterschaft gewinnen.

"Wir haben zwei Punkte Vorsprung auf Bayern und Stuttgart. Jetzt wollen wir gegen Bremen drei Punkte holen und Meister werden", erklärt Dzeko.

Dreierpack von Dzeko

Vor 49.000 Zuschauern in Hannovers ausverkaufter WM-Arena untermauerten die Gäste ihre Titelambitionen von Beginn an mit druckvollem Spiel nach vorn und wurden durch Dzeko (14./54./68.), der nun 25 Saisontore auf dem Konto hat, sowie die Saisontreffer 25 und 26 von Grafite (30. und 33.) belohnt.

Dabei hatten die im Laufe des Spiels zunehmend indisponierten Platzherren die erste große Möglichkeit.

Der Ex-Wolfsburger Jacek Krzynowek traf mit einem abgefälschten Freistoß nur den Pfosten und sorgte damit zum Verhängnis seines Teams offenbar für den letzten nötigen Weckruf beim VfL (10.).

Traumtor zur Führung

Die kongenialen Angriffspartner Dzeko und Grafite scheiterten im Gegenzug mit einer Doppelchance, bevor es der Bosnier vier Minuten später besser machte und mit einem Traumtor für die Führung sorgte.

Nach einem Zuspiel von Makoto Hasebe stoppte Dzeko den Ball mit der Brust und wuchtete ihn aus 18 Metern ins Netz.

"Das war ein Traumtor, mit dem Drop-Kick", lobt Trainer Felix Magath seinen Stürmer. "Edin trifft dann genau den Winkel. Da ist für den Torwart nichts zu machen."

Hannover versuchte in der Folgezeit zwar, dagegen zu halten, wurde trotz guter Möglichkeiten von Arnold Bruggink (26.) und Mikael Forssell (42.) aber beinahe überrannt.

Startelf-Debüt für Herrmann

Marcel Schäfer per Freistoß (22.) und Christian Gentner mit einem Lattentreffer (30.) hätten für den VfL erhöhen können, dies sollte aber Grafite vorbehalten bleiben.

Der Führende der Torjägerliste wurde zweimal glänzend über den linken Flügel, wo Hannovers Patrick Herrmann sein Startelf-Debüt gab, in Szene gesetzt und blieb beim Abschluss eiskalt.

Wolfsburg ohne Josue

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Wolfsburger, bei denen der gelbgesperrte Mannschaftskapitän Josue vor der Abwehrreihe überraschend von Sebastian Schindzielorz vertreten wurde, die Begegnung zu jeder Zeit im Griff. Die weiteren Tore Dzekos fielen beinahe folgerichtig.

Bei den Gastgebern war Nationaltorhüter Robert Enke noch der Beste. Stärkster VfL-Akteur neben Dzeko und Grafite war Regisseur Zvjezdan Misimovic.

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