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Karlsruhes Carnell (l.) im Duell mit Thomas Broich © imago

Zum Auftakt des dritten Bundesligaspieltags gastiert der 1. FC Köln beim Karlsruher SC. Die Fakten zur Freitagspartie.

Von Andreas Messmer

München - FC-Maskottchen Hennes hatte am vergangenen Spieltag schon vor Ende der Partie gegen Frankfurt (1:1) genug.

Beim Stand vom 1:0 ließ sich der Geißbock aus dem Stadion führen. Vielleicht ahnte Hennes schon frühzeitig, dass es wieder nichts werden würde, mit dem ersten Sieg seiner Kölner nach dem Wiederaufstieg.

Vielleicht behagte ihm aber auch einfach das Auftreten von Christoph Daums Schützlingen nicht, die reihenweise gute Chancen ausließen.

Geht es nach Daum, soll dieses Manko schon gegen Karlsruhe (ab 20 Uhr LIVE). behoben werden. "Mit ein bisschen mehr Durchschlagskraft bin ich mir sicher: Erfolg wird erfolgen", kündigte Daum an: "Wir arbeiten uns gut in die Liga hinein."

Vom KSC lernen

Ordentlich hineingearbeitet haben sich auch die Badener. Zum Auftakt siegte das Team von Edmund Becker 1:0 gegen Bochum. Im zweiten Spiel mussten sich der KSC erst in letzter Minute dem HSV geschlagen geben.

"Karlsruhe ist fulminant in die Saison gestartet, und hat eine Menge Selbstvertrauen", warnt deshalb Daum: "Wir können davon noch was lernen."

Trotz des durchwachsenen Starts des FC will KSC-Coach Edmund Becker von einer Favoritenrolle allerdings nichts wissen.

"Ihr Start in der Bundesliga war nicht ganz so gut", analysierte der Karlsruher Übungsleiter, "aber sie wollen bei uns mit Sicherheit ihr Punktekonto aufbessern."

Sport1.de präsentiert die Fakten zum Spiel:

Der letzte Vergleich

Zum letzten Mal trafen die beiden Teams Anfang März 2007 in der Zweiten Liga aufeinander.

Karlsruhe siegte zu Hause durch Tore von Sebastian Freis und Edmond Kapllani mit 2:1. für den FC traf Milivoje Novakovic.

Das letzte Erstligaduell datiert aus dem April 1998. Damals gewann Karlsruhe bei den "Geißböcken" mit 1:0. Für die Badener traf Rolf-Christel Guie-Mien.

Statistik

Der KSC startete mit einem Sieg und einer Niederlage in die Saison. Aufsteiger Köln wartet noch auf den ersten Dreier.

Karlsruhe gewann nur zwei der letzten 14 Partien. Kölns Coach Daum ist in seiner Trainerkarriere mit drei Klubs (Leverkusen, Stuttgart, Köln) bislang neunmal beim KSC angetreten und musste sich neunmal mit einer Punkteteilung (fünfmal 0:0, viermal 1:1) zufrieden geben.

Das sagen die Trainer

Edmund Becker (KSC): "Der zweite Heimsieg ist unser klares Ziel". Das soll über "ein gutes Spiel nach vorne gelingen, ohne sich dabei nach hinten zu entblößen", erklärte der Trainer.

Christoph Daum (Köln): "Ich bin überzeugt, dass wir in Karlsruhe ein Schrittchen nach vorne machen können. Um drei Punkte zu holen, muss bei uns sehr viel stimmen - das kann aber durchaus der Fall sein. Wir arbeiten uns in diese Liga rein. Nach dem letzten Spiel ist eine gewisse Alarmstimmung da, die mir signalisiert: Die Spieler sind hochkonzentriert, sie sind heiß auf dieses Spiel."

Die Personalsituation

Köln tritt ohne Pierre Wome (gesperrt), Kevin Pezzoni, Manasseh Ishiaku (beide Sprunggelenksverletzung) und Aleksandar Mitreski (Trainingsrückstand) an.

Beim KSC wird sich erst kurzfristig entscheiden, ob "Aggressiv-Leader" und Kapitän Maik Franz, der an einem Muskelfaserriss laboriert, spielen kann. Falls es nicht reicht, kommt Martin Stoll zum Einsatz.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Karlsruhe: Miller - Celozzi, Stoll, Sebastian, Eichner - Mutzel, Aduobe - Freis, Da Silva, Carnell - KennedyKöln: Mondragon - Ümit Özat, Geromel, Mohamad, Brecko - Matip, Petit - Vucicevic, Antar, Radu - Novakovic

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