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Klaus Allofs (r.) steckt immer noch mitten in Verhandlungen über Diegos ukunft © imago

Der Wechsel zu Juventus Turin droht zu platzen. Der Brasilianer möchte nach Sport1.de-Informationen weiterhin zum FC Bayern.

Von Daniel Rathjen

München - Eigentlich galt der Deal schon als perfekt.

Diego wechselt von Bremen zu Juventus Turin, hieß es eindeutig.

Doch plötzlich widerspricht Klaus Allofs wieder vehement.

"Es steht überhaupt nicht fest, wohin Diego geht", sagte Werders Manager nach der 1:3-Heimschlappe gegen den Karlsruher SC.

"Es sind noch längst nicht alle Dinge zu Ende geführt."

Noch ist Allofs mit dem Gesamtpaket, das die Italiener anbieten, nämlich gar nicht einverstanden.

Weg frei für Bayern?

"Ich könnte mir vorstellen, dass Juve zufrieden wäre, wir sind es nicht. Da sind nicht alle Dinge geklärt. Vielleicht geht Diego am Ende ja doch zu den Bayern", sagte Allofs.

Wäre Diego also doch wieder frei für den FC Bayern, zu dem er nach Sport1.de-Informationen ohnehin lieber wechseln würde?

Knackpunkt bei den zähen Verhandlungen mit Juve ist für Werder die 15-prozentige Beteiligung an der Ablösesumme, die Diego und seine Berater einstreichen.

Die Bremer bestehen darauf, dass die Summe von rund 4,5 Millionen Euro von den Italienern gezahlt wird, um am Ende die gewünschten 29 Millionen Euro Ablöse in der Vereinskasse zu haben.

Eine Entscheidung ist nicht abzusehen. Am Montag kommt Djair Cunha, Diegos Vater und Berater, nach Bremen, berichtet die "Kreiszeitung Syke".

Entweder gebe es dann eine schnelle Einigung oder der Poker zögere sich noch länger hinaus.

Dubiose Praktiken

Allofs ist genervt, nachdem sich Giacomo Petralito, ein von Juventus beauftragter Spielervermittler, vergangene Woche Details aus dem angedachten Vertragswerk öffentlich gemacht hatte.

Der Bremer Sportchef ist auch nicht länger gewillt, die dubios wirkenden Verhandlungspraktiken von Djair Cunha und Petralito zu tolerieren.

Diego selbst äußert sich nur sporadisch, dafür aber umso überraschender: "Mit Juventus sind wir am weitesten. Es gibt aber noch ein paar andere Klubs", ließ er verlauten.

Noch andere Klubs? Allofs dementierte das nicht: "Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt nicht weiter darüber reden", sagte er nur.

Auch Bayern ist also noch im Rennen. Zumal es Franck Ribery offenbar zu Real Madrid zieht.

Sollte Florentino Perez wieder Präsident der "Königlichen" werden, wird Ribery-Kumpel Zinedine Zidane als Sportdirektor massiv auf den Wechsel drängen.

Ribery auf dem Sprung

Laut der Sportzeitung "Marca" ist sich Ribery mit Real längst einig. Die Madrider müssten nur noch mit Bayern verhandeln, die 50 Millionen Euro Ablöse für den Franzosen fordern.

Diego wiederum könnte Ribery in München beerben. Dass er Bremen verlässt, steht immerhin fest.

Verabschiedet wurde er am Samstag herzlich von den Fans. Sie feierten ihren Liebling noch einmal.

"Es war auf jeden Fall eine schöne Zeit in Bremen, ich werde Werder immer in guter Erinnerung behalten", sagte Diego.

Diego nur Zuschauer

Bevor er bekanntgibt, wo der 24-Jährige künftig Fußball spielt, reist er mit Werder zunächst noch zum UEFA-Cup-Endspiel gegen Schachtjor Donezk nach Istanbul - ungeachtet seiner Sperre.

Er hatte wie auch Stürmer Hugo Almeida im Halbfinal-Rückspiel beim Hamburger SV die dritte Gelbe Karte gesehen.

"Wenn wir den Cup holen, werde ich genauso feiern, als ob ich mitgespielt hätte", sagte Diego.

Im Gegensatz zu den Hanseaten feierte die Mannschaft aus der Ukraine eine gelungene Generalprobe für das letzte UEFA-Cup-Finale.

Der Liga-Zweite setzte sich bei Zorja Lugansk mit 3:0 durch.

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