Mit dem Frontzeck-Rauswurf hat sich Bielefelds Vereinsführung selbst übetroffen. Fraglich, ob die Trennung noch etwas bringt.

Die Entlassung von Michael Frontzeck kommt unerwartet, ist rein sportlich aber vertretbar.

Die Ergebnisse haben in der Rückrunde einfach nicht gestimmt. Nur ein Sieg aus den letzten 15 Spielen, nur 13 Punkte nach der Winterpause.

Frontzeck sagt selbst, er war auf die Entlassung vorbereitet, und auch für das Bielefelder Umfeld kam die Trennung nicht wirklich überraschend.

Schließlich war Arminias Vereinsführung in den letzten Jahren bekannt dafür, schnell mal den Übungsleiter auszutauschen.

Doch dieses Mal haben sich Präsident Hans-Hermann Schwick und Finanz-Geschäftsführer Roland Kentsch selbst übertroffen.

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Den Trainer einen Spieltag vor Saisonende mitten im Abstiegskampf zu entlassen, das hat es bisher in der Bundesliga noch nicht gegeben.

Schließlich kann Arminia zumindest den Relegationsplatz immer noch aus eigener Kraft schaffen.

Was soll Frontzecks Entlassung bringen?

Bringt die Mannschaft deshalb am kommenden Samstag im entscheidenden Heimspiel gegen Hannover eine bessere Leistung?

Zumal natürlich auch die Spieler eine Schuld an der äußerst bedrohlichen Situation haben.

Doch Kapitän Rüdiger Kauf hat Recht, wenn er sagt: "Auch die oberen Leute von Arminia sollten sich mal an die eigene Nase fassen. Personell ist in den letzten fünf Jahren nichts passiert."

Leistungsträger wie Heiko Westermann und Christian Eigler wurden für viel Geld abgegeben.

Adäquater Ersatz wurde jedoch nicht geholt.

Als auch Artur Wichniarek in der Rückrunde nicht mehr traf, sprang niemand in die Bresche.

Und ein Trainer kann keine Tore schießen, deshalb musste Frontzeck gehen.

Doch die Bielefelder Vereinsführung hat durch ihren Aktionismus zur Unzeit wieder mal ein Eigentor geschossen.

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