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Uli Hoeneß ist seit 30 Jahren Manager des FC Bayern © getty

Um die Liga künftig wieder zu dominieren, ist der FC Bayern bereit, kräftig zu investieren. An Klinsmann übt der Manager Kritik.

München - Nach einer Saison voller Enttäuschungen will Uli Hoeneß noch einmal den Geldkoffer aufmachen.

Der Manager möchte seinen FC Bayern in den letzten Monaten seiner Amtszeit mit weiteren Investitionen in eine erfolgreichere Zukunft führen.

"Wir müssen noch etwas Geld in die Hand nehmen, damit wir nicht wieder am vorletzten Spieltag dastehen und mehr oder weniger kein Deutscher Meister mehr werden können", sagte der 57-Jährige im "Aktuellen Sportstudio".

Am Jahresende wird er nach 30-jähriger Amtszeit als Manager Präsident des Rekordmeisters.

Gegen Stuttgart um die Zukunft

zuvor steht am kommenden Samstag gegen den VfB Stuttgart am 34. Spieltag nicht weniger als die nähere Zukunft des Vereins auf dem Spiel.

Sollten die Bayern den Einzug in die Königsklasse verpassen, käme aus der Europa League (bislang UEFA-Cup) nur rund ein Zehntel der in der laufenden Saison in der Champions League eingenommenen rund 45 Millionen Euro aufs Konto.

Ribery soll bleiben

Dann dürfte es wohl auch kaum möglich sein, Franck Ribery zu halten. Noch plant Hoeneß aber fest mit dem französischen Star.

"Warum sollten wir einen superstarken Spieler abgeben? Es kann nur die Diskussion mit dem Aufsichtsrat geben, zu Ribery Spieler dazuzuholen", sagte Hoeneß.

In der wichtigen Personalie Ribery war zuletzt kaum eine Woche vergangen, in der der Mittelfeldspieler nicht bei einem der europäischen Topklubs gehandelt worden war.

Aktuell betreibt Real Madrids Präsidentschafts-Kandidat Florentino Perez Wahlkampf mit der Aussicht auf eine Verpflichtung Riberys.

AC Milans Kaka hat der Bau-Löwe den Stimmberechtigten ebenfalls versprochen.

Kritik an Klinsmann

Für Hoeneß liegen die Ursachen für die Saison der Enttäuschungen derweil auch beim ehemaligen Trainer Jürgen Klinsmann.

"Die Software ist genauso wichtig wie die Hardware, und da hat es gehakt", sagte der Manager.

Er erklärte: "Klinsmann hat nicht die alleinige Schuld. Aber wir sind der Meinung, dass für das Material, das wir ihm zur Verfügung gestellt haben, zu wenig herausgekommen ist. Aber auch wir im Vorstand haben diese Entscheidung mitgetroffen, und ich habe kein Problem, dafür den Kopf hinzuhalten."

Große Hoffnungen in van Gaal

Der künftige Coach Louis van Gaal habe gegenüber Klinsmann den Vorteil, "dass er enorm viel Erfahrung hat".

Eine schriftliche Vereinbarung steht mit dem Meistertrainer des AZ Alkmaar allerdings noch aus.

"Louis van Gaal ist ein Ehrenmann. Sein Handschlag gilt genau wie unser, und deswegen bin ich mir totsicher, dass wir in zwei bis drei Wochen auch einen schriftlichen Vertrag vorliegen haben", sagte Hoeneß.

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