vergrößernverkleinern
Rudi Assauer (l.) war bis Mai 2006 Präsident auf Schalke © getty

Die Steuerfahndung hat nach Medieninformationen die Geschäftsstelle von S04 und private Büros von Rudi Assauer durchsucht.

Von Felix Götz

München - Unangemeldeter und unangenehmer Besuch soll laut "Bild" am Donnerstag auf Schalke eingetroffen sein: die Steuerfahndung.

Wegen einer Sache, die lange zurückliegt. Victor Agali wechselte vor sieben Jahren von Hansa Rostock nach Gelsenkirchen. Der Nigerianer spielt längst nicht mehr für die Königsblauen, sondern in Griechenland bei AO Xanthi.

Aber erst jetzt schlägt dieser Transfer offenbar so hohe Wellen, dass die Steuerfahndung die Schalker Klub-Zentrale und private Büroräume des ehemaligen Managers Rudi Assauer durchsucht haben soll.

Vier Millionen für Agali

"Es gibt ein Ermittlungsverfahren bei Schalke 04 wegen eines Steuervergehens. Sowohl die Geschäftsstelle von Schalke 04 als auch mehrere private Objekte wurden durchsucht. Dabei geht es um einen Spielertransfer, der längere Zeit zurückliegt", bestätigt die Essener Oberstaatsanwältin Angelika Matthiesen der "Bild".

Agali soll damals für ungefähr vier Millionen Euro Ablöse von Hansa Rostock gekommen sein.

"Ich kann nur sagen, dass wir seinerzeit über vier Millionen Ablöse an Rostock überwiesen haben", sagt der heutige Manager Andreas Müller, der damals die Lizenzspieler-Abteilung leitete.

Tönnies händigt Unterlagen aus

Aufsichtsratschef Clemens Tönnies hält Schalke ebenfalls für unschuldig.

"Es stimmt, die Steuer-Behörde war bei uns. Schalke hat aber kein Geld hinterzogen. Wir sind um schnelle Aufklärung bemüht und haben entsprechende Unterlagen ausgehändigt."

Assauer selbst hat sich zu den Vorwürfen noch nicht geäußert. Er weilt im Urlaub auf Sylt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel