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Ze Roberto (r., gegen Kacar) spielt seine sechste Saison beim FCB © imago

Dem FC Bayern droht der schlechteste Start seit 1966. Dagegen helfen nur drei Punkte gegen die Hertha. 96 wartet noch immer aufs erste Tor.

München - Statt des angekündigten Offensiv-Feuerwerks droht Bayern München der schlechteste Bundesliga-Start seit 42 Jahren.

Nach nur zwei Unentschieden aus den ersten beiden Spielen braucht Trainer Jürgen Klinsmann gegen Hertha BSC am Sonntag (ab 16.30 Uhr LIVE) unbedingt einen Sieg, um in Ruhe arbeiten zu können. Zeitgleich tritt der VfB Stuttgart gegen Hannover 96 an.

"Wir müssen am Sonntag einen Dreier landen", fordert Klinsmann. Philipp Lahm hofft auf eine Leistungssteigerung: "Vom ersten Moment an muss das anders aussehen. Wir müssen jetzt mal drei Punkte einsammeln."

Historischer Negativrekord droht

Denn trotz der demonstrativen Rückendeckung durch Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge und Manager Uli Hoeneß dürfte die Kritik am zunächst als visionären Erneuerer gefeierten Klinsmann bei einem weiteren Rückschlag schärfer werden.

Zuletzt blieb der deutsche Rekordmeister in der Saison 1966/67 nach drei Spieltagen ohne Sieg. Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage - und der eigene historische Negativrekord wäre eingestellt.

Demichelis kommt zurück

Klinsmann, der erstmals in der Innenverteidigung auf den genesenen Martin Demichelis zurückgreifen kann, will trotz des enttäuschenden Saisonstarts dem Ergebnis gegen Hertha nicht zu viel Bedeutung beimessen.

"Jeder Sieg ist wichtig. Noch wichtiger ist, dass die Spieler merken, sie kommen voran", sagt der 44-Jährige.

Dass die Mannschaft noch unter ihren Möglichkeiten spielt und sich finden wird, davon ist Klinsmann überzeugt: "Ich bin mir ganz sicher, dass wir schon bald ins Rollen kommen. Wenn die Mannschaft umsetzt, was sie im Training zeigt, werden wir Hertha knacken."

Van Bommel gesperrt

Für den gelb-rot-gesperrten Kapitän Mark van Bommel, der von Lucio als Spielführer vertreten wird, dürfte Tim Borowski neben Ze Roberto im defensiven Mittelfeld spielen.

Im Sturm könnte Lukas Podolski anstelle von Miroslav Klose beginnen.

"Den Bayern weh tun"

Die Berliner, die seit 31 Jahren nicht mehr in München gewonnen haben, wollen dem Rekordmeister das Leben allerdings schwer machen.

"Wir müssen ans Limit gehen und den Bayern weh tun", sagt Manager Dieter Hoeneß.

Nach bislang sieben Pflichtspielen ohne Niederlage ist das Selbstvertrauen dafür vorhanden. "Viele Spieler glauben, dass wir dort als Mannschaft etwas erreichen können", sagt Trainer Lucien Favre.

96 noch ohne Tor

Zunächst einmal das erste Tor der Saison erzielen wollen die bislang sturmschwachen Hannoveraner.

"Das sieht natürlich nicht gut aus, dass wir noch kein Tor geschossen haben. Aber in den ersten beiden Spielen wurden in allen Mannschaftsteilen Fehler begangen", sagt 96-Torwart Robert Enke.

Forssell statt Hanke?

Für das erste Tor greift Trainer Dieter Hecking in die Taktik-Trickkiste. Heraus kommt dabei wohl Mikael Forssell als einzige Spitze.

"Der Junge wird von Tag zu Tag besser", lobt der Coach den Neuzugang. Weichen muss dafür wohl der formschwache Mike Hanke, Jan Schlaudraff dürfte über den Flügel kommen.

Aus dem Kader gestrichen wurde derweil Valerien Ismael. "Er fühlt sich nicht so gut, wie er sich als Führungsspieler fühlen müsste", sagt Hecking.

Selbstvertrauen durch Györ-Sieg

Die Stuttgarter empfangen die Niedersachsen dagegen gestärkt durch die souveräne UEFA-Cup-Qualifikation beim FC ETO Györ.

"Das gibt Selbstvertrauen, wenngleich Hannover eine ganz andere Hausnummer ist", sagt Stürmer Mario Gomez, der mit seinen beiden Toren entscheidenden Anteil am 4:1-Erfolg gegen die Ungarn hatte.

Die voraussichtlichen Mannschaftsaufstellungen:

Bayern München - Hertha BSC

München: Rensing - Lell, Lucio, Demichelis, Lahm - Borowski, Ze Roberto - Schweinsteiger, Kroos - Toni, Klose (Podolski). Trainer: KlinsmannBerlin: Drobny - Chahed, Friedrich, Simunic, Stein - Lustenberger - Ebert, Kacar, Cicero - Raffael, Pantelic. Trainer: FavreSchiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)

VfB Stuttgart - Hannover 96

Stuttgart: Lehmann - Osorio (Boulahrouz), Tasci, Delpierre, Boka - Pardo - Hilbert, Hitzlsperger - Bastürk (Simak) - Gomez, Marica. Trainer: VehHannover: Enke - Cherundolo, Eggimann, Vinicius, Christian Schulz - Bastian Schulz, Lala - Pinto, Bruggink, Schlaudraff - Forssell. Trainer: HeckingSchiedsrichter: Lutz Wagner (Kriftel)

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