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Patrick Owomoyela wechselte im vergangenen Sommer von Werder Bremen zum BVB © getty

Patrick Owomoyela spricht im Sport1.de-Interview über die starke Saison des BVB und seine Nichtnominierung für die Asienreise.

von Christian Stüwe

München - Borussia Dortmund spielt eine überraschend starke Saison.

Mit einem Sieg am kommenden Wochenende bei Borussia Mönchengladbach (ab 15 Uhr LIVE) wäre den Schwarz-Gelben Platz fünf in der Tabelle und die damit vebundene Qualifikation für die Europa League nicht mehr zu nehmen.

Während die einen in Trainer Jürgen Klopp den Hauptverantwortlichen für den sportlichen Aufschwung sehen, hat für andere auch ein Außenverteidiger großen Anteil am Erfolg der Borussia: Patrick Owomoyela.

Der ehemalige Nationalspieler spielt erstmals seit langer Zeit eine Saison ohne gravierende Verletzungen und stand in der Rückrunde nur einmal nicht in der BVB-Startformation.

Im Sport1.de-Interview spricht der 29-Jährige über das Spiel in Gladbach, die Gründe für seine starke Saison, die Arbeit von Trainer Jürgen Klopp sowie seine neuerliche Nichtnominierung für den Kader der Nationalmannschaft. 108038(Das Aufgebot)

Sport1.de: Herr Owomoyela, der BVB kann mit einem Sieg in Gladbach in die Europa League einziehen. Hätten Sie das nach der Remis-Serie zu Beginn der Rückrunde für möglich gehalten?

Patrick Owomoyela: Wir haben von Woche zu Woche gesehen, dass es relativ eng bleibt, und wie schnell man mit einigen Siegen Sprünge in der Tabelle machen kann. Deshalb wussten wir, dass wir noch weiter nach oben kommen können, wenn wir unsere Serie umkehren und aus den Unentschieden auch mal Siege machen. Wie weit, das war nicht klar, und damit haben wir auch nicht unbedingt gerechnet.

Sport1.de: Es geht jetzt im Fernduell gegen den HSV um den Einzug ins internationale Geschäft. Empfinden Sie als gebürtiger Hamburger nicht ein bisschen Mitgefühl für den HSV nach dessen schweren Wochen?

Owomoyela: Ich habe da überhaupt kein Mitgefühl. Jeder ist ja seines Glückes Schmied. Die Hamburger Jungs haben schwere Duelle gehabt, vor allem mit Bremen. In den Pokalen haben sie zweimal den Kürzeren gezogen und sind auch in der Liga etwas von der Spur ab. Da ist es schwer, klaren Kopf zu behalten und die Chance weiterhin zu sehen, nachdem man schon so viel hergeschenkt hat. Für mich geht es aber nur um Erfolg mit Borussia Dortmund. Wir wollen unser Ding bis zum Ende durchziehen, um den Traum von der Europa League wahr werden zu lassen.

Sport1.de: Wie groß ist der Druck jetzt vor dem letzten Spiel, wie die Stimmung in der Mannschaft?

Owomoyela: Man wird schon spüren, dass es um viel geht, aber das ist auch gut so. Jeder sollte sich bewusst sein, worum es geht. Aber man darf nicht verkrampfen. Wir schauen wieder nur auf unser Spiel. Wir treffen auf eine Mannschaft, die sich mit Mann und Maus gegen den Abstieg und gegen uns stellen wird ? und wir sind gefragt, erneut eine Top-Leistung abzurufen und das Spiel für uns zu entscheiden.

Sport1.de: Hoffnung auf einen weiteren Ausrutscher des HSV wird es also nicht geben?

Owomoyela: Nur ein Sieg garantiert, dass wir sicher in der Europa League sind. Alles andere wäre ein Raten und Abwarten. Darauf wollen wir uns gar nicht einlassen, sondern unsere Aufgabe erledigen und Gladbach schlagen.

Sport1.de: Welchen Anteil hat Jürgen Klopp an der starken Saison des BVB?

Owomoyela: Er ist der Cheftrainer. Er ist für alles verantwortlich, was auf und neben dem Platz passiert. Insofern hat er einen Riesenanteil an der Veränderung der Mannschaft und an dem Erfolg, den sie hat.

Sport1.de: Aber auch Ihre starke Rückrunde wird immer wieder als Grund für den Aufschwung genannt. Wie erklären Sie sich Ihre Leistungssteigerung?

Owomoyela: Durch Kontinuität in der Trainingsarbeit. Ich bin endlich einmal längere Zeit von Verletzungen verschont geblieben und konnte kontinuierlich trainieren. Am Anfang wurde ich zu Sonderschichten verdonnert, die ich erstmal widerwillig gemacht habe. Aber die haben mir auch eine Menge Substanz gegeben, die ich jetzt auf den Platz bringen kann.

Sport1.de: Inwiefern hatten Sie sich Chancen ausgerechnet, in Asien ihr Nationalmannschaftscomeback zu geben?

Owomoyela: Ich habe nicht zwingend damit gerechnet, mit nach Asien zu fahren. Denn meine name wurde ja durch die Medien und nicht aus dem Umfeld der nationalmannschaft ins Spiel gebracht. Mich hat die Nichtnominierung von Roman Weidenfeller mehr überrascht.

Sport1.de: Als Rechtsverteidiger ist nun Stuttgarts Christian Träsch dabei. Können Sie diese Personalie nachvollziehen und welche Bedeutung hat Ihre Nichtnominierung für Ihre persönlichen DFB-Team-Ambitionen?

Owomoyela: Ich kann zu der Nominierung kaum ein Urteil fällen, denn ich habe den VfB bis auf die Ergebnisse kaum verfolgt. Alles in allem liegt es am Bundestrainer die Mannschaft zusammen zu stellen. Ich beschäftige mich darüber hinaus auch nicht mit Gedanken um meine eventuelle zukünftige Nationalmannschaftskarriere. Ich spiele für den BVB und gebe mein Bestes. Was dann passiert, werden wir sehen.

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