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Bastian Schweinsteiger erzielte in dieser Saison bislang fünf Tore © imago

Schweinsteiger gibt die Hoffnung auf die Meisterschaft nicht auf. Toni ist skeptisch. Magath bereut seinen Balkon-Auftritt.

Von Daniel Rathjen undChristian Paschwitz

München - Das Saisonfinale steht an - und irrer geht's nicht.

In erster Linie spielen der FC Bayern und der VfB Stuttgart am Samstag (15 Uhr LIVE) im direkten Duell um Platz zwei.

Beide Mannschaften liegen mit je 64 Punkten hinter Tabellenführer VfL Wolfsburg (66 Punkte).

Gibt es einen Sieger, hätte dieser auch noch die Chance, Deutscher Meister zu werden.

Im Hinterkopf schwirrt der Titeltraum - erst recht beim Rekordmeister.

"Bayern ist ja schon mehrere Male auf den letzten Drücker Meister geworden. Und wer weiß, was der liebe Gott am nächsten Wochenende macht? Heutzutage ist viel möglich", sagt Münchens Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger zu Sport1.de.

Viele sprechen in diesen Tagen auch über Patrick Andersson.

Erinnerung an Andersson

Vor acht Jahren schoss der Schwede die Bayern beim Hamburger SV mit einem Tor in letzter Minute zur Meisterschaft - zum Entsetzen des FC Schalke 84901(Diashow: Krimis im Endspurt).

"Vielleicht bin ich nach dem letzten Spiel nicht mehr einzigartig", vermutete Andersson in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung".

Für ihn haben die Bayern im Meisterrennen einen entscheidenden Vorteil: "Sie haben die besten Nerven."

Auch wenn es nicht viel heißt, einige Zahlen sprechen ebenfalls für einen Erfolg des FC Bayern.

Von 41 Bundesliga-Spielen in der bayerischen Hauptstadt haben die Schwaben nur vier gewonnen. Aber was besagen schon Statistiken angesichts der Unwägbarkeiten des Fußballs?

Bayern-Keeper Jörg Butt bleibt sachlich: "Unser direktes Ziel ist die Champions League."

Toni ist skeptisch

Aber auch er lässt sich ein Hintertürchen offen: "Letztlich ist noch alles möglich. Wir wollen gegen Stuttgart unbedingt gewinnen, und dann schauen wir mal, was noch alles passieren kann."

Davon, dass der ganz große Coup herausspringt, ist Torjäger Luca Toni nicht vollends überzeugt.

"Wir versuchen, die Saison positiv zu beenden. Dass wir den Titel holen, sehe ich eher nicht. Machen wir uns nichts vor, das ist fast unmöglich. Wolfsburg hätte es verdient", sagt der Italiener in der "tz".

Wirbel um Magath

Für Unverständnis sorgte bei ihm der Auftritt von Wolfsburg-Coach Felix Magath auf dem Münchens Meisterbalkon im Rathaus am Marienplatz (Magath provoziert).

"Er sollte zufrieden sein, mit dem, was er in Wolfsburg erreicht hat. Ich kann solche Beweggründe auch nicht nachvollziehen. Magath sollte dankbar sein, jemals den FC Bayern trainiert haben zu dürfen", so Toni.

Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge frotzelte passend dazu: "Vielleicht hat Magath Entzugserscheinungen. Er stand ja zweimal da oben. Weil es in Wolfsburg keinen Balkon gibt, wollte er das Gefühl noch mal genießen."

Wolfsburgs Trainer hat die Angelegenheit inzwischen sogar bereut. "Es war eine spontane Aktion, weil wir uns vor dem Rathaus verabredet hatten. Ich würde das heute nicht noch mal machen", gibt er zu.

Wohl auch, weil er weiß, was Bayern-Präsident Franz Beckenbauer andeutete: "Vielleicht war das alles ja sogar ganz gut, dann stachelt er so noch unsere Mannschaft zusätzlich an."

Altintop und Ze wieder fit

Interimstrainer Jupp Heynckes kann am Samstag übrigens wieder auf Hamit Altintop und Ze Roberto zurückgreifen.

Altintop soll am Donnerstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, nachdem der 26-Jährige wegen eines Muskelfaserrisses in der Wade zuletzt nur ein Lauftraining absolvieren konnte.

Gleiches gilt für den brasilianischen Zauberfuß, der seit dem Spiel bei 1899 Hoffenheim (2:2) an Adduktorenproblemen laboriert und derzeit ein spezielles Trainingsprogramm erhält, soll ebenfalls am Donnerstag wieder mit den Kollegen trainieren können.

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