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Franck Ribery, Mark van Bommel und Philipp Lahm feiern die Führung der Bayern © getty

Der FC Bayern besiegt Stuttgart und erreicht den zweiten Platz und die Champions League. Die Schwaben wehren sich zu wenig.

München - Meisterschaft verspielt, Königsklasse erreicht: Der FC Bayern München hat die erfolgreiche Titelverteidigung in der Bundesliga zwar verpasst, ist aber auf direktem Weg in die Champions League eingezogen.

Der Rekordchampion bezwang den VfB Stuttgart im "Millionenendspiel" um die europäische Eliteklasse 2:1 (1:0) und sicherte sich damit Platz zwei.

Stuttgart nimmt als Dritter immerhin an der Qualifikation zur Champions League im August teil (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

VfB-Verteidiger Khalid Boulahrouz per Eigentor (16.) und der Bayern-Kapitän Mark van Bommel (60.) brachten die Münchner auf die Siegerstraße.

Das 24. Saisontor von VfB-Torjäger Mario Gomez (63.) kam für Stuttgart zu spät.

Bayern dominieren

69.000 Zuschauer in der auch beim 17. Ligapiel ausverkauften Allianz Arena sahen eine von beiden Seiten intensiv geführte Begegnung, in der der spielerische Glanz jedoch fehlte.

Die Bayern bestimmten im fünften und letzten Pflichtspiel unter dem Übergangscoach Jupp Heynckes zunächst das Geschehen, weil Stuttgart sich weit in der eigenen Hälfte versteckte.

Erst nach dem Rückstand legten die Schwaben ihre Vorsicht ab und gestalteten das Geschehen eine Weile ausgeglichen, bis die Bayern wieder dominierten.

In der sechsten Spielminute wurde es erstmals gefährlich vor dem Tor von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann, der von den Heimfans gnadenlos ausgepfiffen wurde. Bayerns van Bommel kam zu Fall, doch Schiedsrichter Florian Meyer (Burgdorf) hielt Roberto Hilberts Eingreifen für nicht strafwürdig.

Boulahrouz mit Eigentor

Nur wenig später hatte Bayern-Torjäger Luca Toni eine von mehreren Chancen, doch der Italiener, im Vorjahr noch Schützenkönig, ließ weider einmal die alte Klasse vermissen und traf nur den Außenpfosten.

Und so konnten die Bayern von Glück reden, dass Toni beim 1:0 erst gar nicht mehr eingreifen musste.

Die Flanke von Franck Ribery, die wohl für Toni gedacht war, lenkte der übereifrige Boulahrouz unhaltbar für Lehmann ins eigene Tor.

Erst jetzt kam Stuttgart etwas aus der Deckung - und prompt ergaben sich Chancen. Christian Träsch, Thomas Hitzlsperger und Gomez scheiterten jedoch am gut reagierenden Bayern-Keeper Jörg Butt.

Toni versiebt Großchance

Kurz vor der Pause hatte wieder Toni die Chance zum 2:0, doch er brachte es nach einem Fehler von Boulahrouz fertig, den Ball aus sechs Metern über das Tor zu dreschen.

Nach dem Seitenwechsel stand sofort wieder Toni im Mittelpunkt, doch zwei Kopfbälle des 31 Jahre alten Angreifers verfehlten ihr Ziel.

Nun gönnten sich beide Teams eine Verschnaufspause. Vor allem der VfB schien in dieser Phase den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben, der absolute Wille fehlte.

Die Quittung dafür gab es prompt: Nach Riberys Zuspiel lief van Bommel alleine auf Lehmann zu - und tunnelte den VfB-Torhüter bei seinem Treffer zum 2:0.

Nur drei Minuten später hätte sich der künftige Kölner Lukas Podolski mit seinem Treffer fast das perfekte Abschiedsgeschenk gemacht, doch Schieri Meyer versagte dem Tor die Anerkennung.

Gomez' Tor ist zu wenig

Im Gegenzug brachte Gomez Stuttgart nach einer tollen Einzelleistung noch einmal heran, eine gute Viertelstunde vor dem Ende hatte der Nationalspieler sogar den Ausgleich auf dem Fuß - doch er vergab freistehend in Toni-Manier.

Die Bayern hatten in van Bommel und ihrem Wirbelwind Ribery die besten Spieler. Bei Stuttgart gefielen Bayern-Leihgabe Georg Niedermeier sowie mit Abstrichen Gomez am besten.

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