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Jörg Berger beerbte vor dem letzten Saisonspiel den gefeuerten Michael Frontzeck © getty

Bielefeld muss nach einem bitteren Remis gegen Hannover ins Unterhaus und stellt damit einen wenig ehrenvollen Rekord ein.

Bielefeld - Auch "Feuerwehrmann" Jörg Berger hat Arminia Bielefeld nicht vor dem siebten Bundesliga-Abstieg gerettet.

Die Ostwestfalen stürzten durch ein 2:2 gegen Hannover 96 erstmals seit dem 13. Spieltag auf einen direkten Abstiegsplatz ab und sind damit nach fünf Jahren im Oberhaus wieder zweitklassig.

Der als Retter geholte Berger verpasste das Minimalziel Relegation und hat in Bielefeld damit wohl keine Zukunft.

Vergänglicher Relegations-Traum

Ein Eigentor des Hannoveraner Abwehrspielers Mario Eggimann (2.) ließ die Arminia-Fans unter den 27.300 Zuschauern auf der ausverkauften Alm zumindest vom Sprung in die Entscheidungsspiele gegen den Zweitliga-Dritten träumen.

Doch Jiri Stajner (57.) und Sergio Pinto (84.) besiegelten den Absturz der Arminen, die nun gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg Rekordabsteiger sind.

Das 2:2 durch Artur Wichniarek in der Schlussminute nutzte der Arminia nichts mehr.

Unglücksrabe Eggimann

Berger, der erstmals seit dem 12. August 2005 (1:4 mit Hansa Rostock bei 1860 München) wieder auf einer Trainerbank Platz nahm, vertraute einer leicht veränderten Startelf.

Die Rückkehr des zuletzt gesperrten Innenverteidigers Andre Mijatovic erwies sich zunächst als Glücksgriff.

Der Kroate war am Führungstreffer beteiligt - nach einer Flanke von Oliver Kirch bedrängte er Eggimann so sehr, dass der Schweizer den Ball ins eigene Tor spitzelte.

Enke verletzt ausgewechselt

Nach dem 1:0 diktierte die Arminia das Geschehen, Hannover spielte zunächst wie abwesend und hatte bis auf einen Fernschuss von Arnold Bruggink (20.) in der ersten Halbzeit kaum Torchancen.

Im Lauf der Zeit aber ließ Bielefeld sich zurückfallen, so dass Hannover sich immer mehr Spielanteile sicherte.

Eggimann war dann aber in der 36. Minute erneut der Unglücksrabe, als er Nationaltorhüter Robert Enke mit dem Fuß am Kopf verletzte. Enke musste mit einer 15 Zentimeter langen Platzwunde vom Feld und durch Florian Fromlowitz ersetzt werden.

Nach der Pause kam Hannover erneut mehrmals gefährlich vors Bielefelder Tor. Arminia-Torhüter Dennis Eilhoff erwies sich gegen Sergio Pinto (52.) und Stajner (56.) als sicherer Rückhalt.

Erfolgloser Sturmlauf

Eine Minute später allerdings musste sich Eilhoff gegen Stajner geschlagen geben.

Nach dem Ausgleich startete Bielefeld einen Sturmlauf auf das Tor der 96er, ging aber viel zu fahrlässig mit seinen Gelegenheiten um.

Pinto erzielte mit dem 1000. Bundesliga-Tor von Hannover das 2:1 der Gäste - hinterher würdigten die Hannoveraner den ausgebooteten Michael Tarnat, indem sie das Trikot des angeschlagenen Routiniers aufs Spielfeld holten und sich davor verneigten.

Wichniareks spätes Tor für Bielefeld kam zu spät, zuvor war Arminias zuletzt formschwacher Goalgetter dreimal aus bester Position an Fromlowitz gescheitert.

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