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Manager Uli Hoeneß dankte Coach Jupp Heynckes für seine Arbeit © getty

Nach der geglückten Champions-League-Qualifikation hat der FCB bereits große Ziele. Wunschspieler Mario Gomez wird umworben.

Von Mathias Frohnapfel und Daniel Rathjen

München - Die Spieler des FC Bayern bedankten sich gerade noch bei ihren Fans.

Es war eine Verbeugung nach dem 2:1-Sieg über den VfB Stuttgart und ein Dankeschön für die Unterstützung während einer turbulenten Saison.

Doch während Mannschaft und Anhänger noch den erfolgreich verteidigten Champions-League-Platz zelebrierten, widmete sich Uli Hoeneß bereits der Bilanz, Wunschspieler Mario Gomez und der Planung für die kommende Spielzeit.

"Heute wird gefeiert, wir brauchen uns vor diesem Jahr nicht zu verstecken. Wir waren im Viertelfinale der Champions League, haben den Champions-League-Platz bewahrt", sagte der FCB-Manager.

Ribery hilft Saison zu retten

Der zweite Platz und zufriedene Bayern? Das passt auf dem ersten Blick so wenig zusammen wie Ketchup und Weißwürste.

Doch die Bayern-Bosse wussten sehr wohl, dass der verdiente Sieg im alles entscheidenden Spiel gegen den VfB nicht selbstverständlich war.

Zu hoch war das Risiko, im Fall des größtmöglichen Unglücks auf den vierten Platz und in die Europa League zurückzufallen.

Doch ein starker Franck Ribery, ein Eigentor von Khalid Boulahrouz und ein Treffer von FCB-Kapitän Mark van Bommel (durch die Beine von Jens Lehmann) brachten den Münchner Erfolg. (SPIELBERICHT: Bayern sichert sich Platz zwei)

Rummenigge verspricht neuen Angriff

Das klare Ziel des FCB in der nächsten Saison ist allerdings klar: In der Bundesliga wieder Nummer eins werden.

"Das ist der erste Titel, den sollten sie genießen", schickte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge spezielle Grüße gen Wolfsburg.

"In der nächsten Saison werden wir ihnen den streitig machen."

Dafür sollen einige Top-Zugänge kommen, so Rummenigge weiter: "Ich kann nicht ausschließen, dass wir richtig Geld in die Hand nehmen."

Alles klar mit Gomez?

Im Fokus soll neben "Wölfe"-Torjäger Edin Dzeko (Bayern will Dzeko) erneut Mario Gomez stehen, der den Anschlusstreffer für Stuttgart erzielte.

Das Dribbling, inklusive des kraftvollen Abschlusses, war derart eindrucksvoll, dass man es in München gerne als Empfehlungsschreiben verstand.

Hoeneß mied vor kurzem noch jeden Kommentar zum Nationalstürmer, jetzt erklärte er: "Mario Gomez ist ein Spieler, der für uns sehr interessant ist."

Rummenigge machte eine noch eine weitergehendere Andeutung. "Ganz Deutschland weiß, dass er ein sehr guter Fußballer ist, aber ich möchte nichts vorwegnehmen", sagte er.

Mit dem neuen Trainer Louis van Gaal werden die Münchner wohl schon bald über das Thema sprechen.

Auch Gomez heizte die Spekulationen an. "Ich werde mir das sehr gut überlegen, ich werde mit meiner Familie und dem Verein sprechen und mich dann entscheiden."

Im DSF-"Doppelpass" legte Hoeneß noch nach: "Wir werden in der nächsten Woche Gespräche aufnehmen." In Bezug auf die Verpflichtung sagte er: "Ich bin sehr optimistisch".

Dass andererseits Mittelfeldstar Franck Ribery den FC Bayern im Sommer vorzeitig verlassen könnte, fürchtet der Manager nicht.

"Er hat noch zwei Jahre Vertrag ohne jegliche Ausstiegsklausel", untermauerte er die Position, den Star aus Frankreich keinesfalls abgeben zu wollen.

Heldt will den Torjäger halten

Geschätzte 30 Millionen Euro dürfte die Münchner Mario Gomez kosten. Laut Hoeneß kein Problem für den wieder "flüssigen" FC Bayern.

VfB-Manager Horst Heldt versucht aktuell alles, um den 24-fachen Torjäger an Stuttgart zu binden.

"Wir wissen, dass es Anfragen geben wird, aber wir werden wieder versuchen, ihn zu halten."

Auch Teamchef Markus Babbel bemüht sich weiter um Gomez, warb damit, dass er sich "hier glänzend entwickeln" kann. Die Niederlage gegen den Südrivalen schien Babbel kaum zu schmerzen.

"Man sollte stolz und glücklich sein", sagte Babbel über den eroberten dritten Platz. Zumal die Schwaben, sollte die Qualifikation für die Champions League im August glücken, wie der FC Bayern an den großen Geldtöpfen von Fußball-Europa dran sind.

Der Ex-Stuttgarter Alexander Hleb will aufgrund des Höhenflugs angeblich zurück in die alte Heimat.

Heynckes: "Hätten noch aufholen können"

Babbels Trainerkollege Jupp Heynckes wird indes die künftigen internationalen Auftritte der Bayern aus der Ferne verfolgen.

Der Interimstrainer blickte mit Zufriedenheit auf die vier Wochen in München zurück. "Normalerweise ist der zweite Platz für den FC Bayern nicht genug", sagte er zu Sport1.de.

"Aber wir haben uns für die Champions League qualifiziert. Der wirtschaftliche Aspekt ist nicht zu verkennen."

Wie Massimo Oddo (zurück zum AC Mailand), Willy Sagnol (Karriereende) und Lukas Podolski (1. FC Köln) wurde Heynckes vor der Partie in der Allianz Arena gebührend verabschiedet.

Heynckes lobte die gute Arbeit der Mannschaft und spekulierte: "Wenn die Saison noch etwas länger gewesen wäre, hätte es vielleicht am Ende noch besser ausgesehen. Wir hätten dann noch etwas mehr zu Wolfsburg aufholen können."

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