Wolfsburgs Sensations-Titel ist Magaths bislang größter Erfolg. Es spricht für ihn, dass er nun die nächste Herausforderung sucht.

Genau zehn Jahre ist Thomas Schaaf in diesem Monat im Amt und bei den Lobeshymnen auf den Werder-Coach wurde kaum einmal vergessen, dass die Bremer ohne ihn 1999 vermutlich abgestiegen wären.

Schaafs Vorgänger, der die Grün-Weißen an den Rand der Zweitklassigkeit führte, hieß Felix Magath.

In der Folgezeit rettete der Ex-Nationalspieler zunächst Eintracht Frankfurt vor dem Abstieg, ehe er auch dort entlassen wurde, und dann 2001 den VfB Stuttgart.

Doch danach erklärte der "Feuerwehrmann" dieses Kapitel seiner Trainer-Karriere für beendet - und hielt sich dran!

Seitdem spielen Magaths Mannschaften ganz oben mit.

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In Stuttgart war er der Baumeister der "jungen Wilden", die mit attraktivem Offensiv-Fußball Vize-Meister wurden, und damit den deutschen Rekordmeister auf sich aufmerksam machte.

Und beim FC Bayern feierte er nach den Titeln als HSV-Profi auch als Coach endlich Meisterschaft und Pokalsieg.

Doch trotz des zweimaligen Doubles waren die Münchner-Bosse Anfang 2007 nicht mehr zufrieden und warfen ihn in einer Nacht- und Nebelaktion überraschend raus.

Es war einer der Tiefpunkte für Magath und es spricht eine eindeutige Sprache, dass er sich wenige Monate später die Herkules-Aufgabe beim zuvor beinahe abgestiegenen VfL Wolfsburg zutraute und das Team mit Geld und Geschick bereits im zweiten Jahr sensationell zur Meisterschaft führte.

Dieser Titel ist das Werk des sportlichen Alleinherrschers, der damit der erfolgreichste aktive Bundesligacoach ist und zudem auf dem besten Weg in den Kreis der ganz großen deutschen Trainer wie Ottmar Hitzfeld und Udo Lattek.

Und nebenher zeigte er allen seinen Ex-Klubs die lange Nase. Allen voran dem FC Bayern, den er beim 5:1-Triumph im April blamierte, aber am Samstag auch im Vorbeigehen noch mal mit dem gleichen Ergebnis den Bremern.

Und dass Magath damit noch lange nicht zufrieden ist, beweist seine Entscheidung, auf dem Höhepunkt in Wolfsburg abzutreten und im Sommer ausgerechnet bei Chaos-Klub Schalke 04 die vielleicht größtmögliche Herausforderung zu suchen.

Man darf gespannt sein, ob er auch beim immer unruhigen Traditionsverein seinen Erfolgsweg fortsetzen wird. Zuzutrauen ist es ihm nach dieser Saison allemal.

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