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Alexander Madlung erzielte in 161 Bundesligaspielen 19 Toren © getty

Der Innenverteidiger hat seinen Vertrag bei den "Wölfen" um vier Jahre verlängert. Er möchte weiter an der Entwicklung teilhaben.

Von Jürgen Blöhs

Wolfsburg - Alexander Madlung (Porträt) ist der einzige Niedersachse in der Meistermannschaft des VfL Wolfsburg.

Dementsprechend gehörte er zu den Spielern, deren Name auf dem Autokorso durch die Stadt und vor dem Rathaus am häufigsten skandiert wurden.

Der unter anderem vom Hamburger SV heftig umworbene 26-Jährige, dessen Abgang als sicher galt, hatte vor dem entscheidenden Spiel um die Meisterschaft gegen Werder Bremen seinen Vertrag gleich um vier Jahre verlängert (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Dafür dankten die Fans dem gebürtigen Braunschweiger.

Madlung als Lokalmatador

"Der VfL hat sich in den vergangenen Jahren sportlich unglaublich entwickelt. Wir spielen kommende Saison in der Champions League. Ich habe mich entschieden, diesen erfolgreichen Weg auch in den kommenden Jahren mitzugestalten", so Madlung, der mit seiner Unterschrift auch ein Zeichen für seine Mitspieler setzen wollte.

"Ich bin froh, dass es noch geklappt hat. Es sah ja so aus, als ob ich hier keine Chance mehr habe", erklärte Madllung weiter.

In den letzten Spielen der Saison war der Lokalmatador wieder in die Startelf der multinationalen Auswahl der "Wölfe" gerutscht. Der Verteidiger half so entscheidend mit, die Meisterschaft nach Wolfsburg zu holen.

Nach dem Hannover-Spiel an Titel geglaubt

"Zur Winterpause sah es ja nicht danach aus. Aber als wir dann unserer Serie von elf Spielen ohne Niederlage hinlegten und merkten, dass die Konkurrenz wie Hoffenheim, Leverkusen sich teilweise selbst schlugen, da ahnten wir, dass es eventuell für mehr reicht, als für den Uefa-Cup", sagte der zweimalige Nationalspieler zu Sport1.de.

Neun Punkte fehlten dem VfL als Tabellen-Neunter zur Halbzeit auf Herbstmeister Hoffenheim, sechs Punkte waren es zum Minimalziel UEFA-Cup-Teilnahme. "Die Rückrunde war phänomenal. Damit hat doch im Winter niemand gerechnet", freute sich Madlung.

"Und plötzlich konnten wir aus eigener Kraft Meister werden. Das wollten wir uns dann auch nicht mehr nehmen lassen. Das haben wir uns geschworen. An den Titel habe ich erst nach dem Hannover-Spiel geglaubt."

Erfolg ruft andere Klubs auf den Plan

Geglaubt ja, begriffen noch nicht: "Das wird wohl auch noch eine ganze Weile dauern, bis ich realisiert habe, dass wir wirklich Meister sind."

Madlung ist aber auch bewusst, dass die Meisterhelden wie das Torschützen-Top-Gespann Grafite und Edin Dzeko oder Keeper Diego Benaglio Europas Top-Klubs auf den Plan gerufen haben.

Da er sich nun bis 2013 an den Verein gebunden hat, hofft er natürlich, dass die erfolgreiche Mannschaft zusammenbleibt. Um aus der Heimat heraus Europa aufzumischen.

Natürlich freue er sich auf die Champions League, aber mit welcher Mannschaft, sei erstmal "doch egal, Jetzt wollen wir erstmal feiern."

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