vergrößernverkleinern
Marko Marin schoss in 37 Bundesliga-Spielen vier Tore für Gladbach © getty

Der Nationalspieler bestätigt, dass er Gladbach verlassen will. Sein Ziel scheint klar, aber die Borussia will viel Geld.

Von Martin Hoffmann

München - Es hatte sich längst angedeutet, nun hat Marko Marin sich unmissverständlich erklärt: Der Nationalspieler will weg aus Gladbach.

Marin hat Sportdirektor Max Eberl am Tag nach dem Klassenerhalt (110166DIASHOW: Der 34. Spieltag) mitgeteilt, "dass ich Borussia verlassen möchte".

Mehr wollte der 20-jährige Mittelfeldmann nicht sagen, aber die Tendenz, wo es hingehen soll, ist klar: zu Werder Bremen.

Eberl ist "enttäuscht"

Eberl bestätigte den Verlauf des Gesprächs - und zeigte sich schwer verärgert über das Top-Talent.

"Er hat es mit zwischen Tür und Angel gesagt. Über die Art und Weise bin ich enttäuscht, weil es nicht - wie verabredet - ein analytisches Gespräch war."

Marins Verhalten sei "nicht korrekt" gewesen, so Eberl, der Marins Entschluss auch prinzipiell in Frage stellt:

"Für seine weitere Entwicklung wäre Borussia als Bundesligist sicher eine gute Adresse gewesen."

Gladbach will hohe Ablöse

Die "Fohlen" hatten Marin 2005 als 16-Jährigen aus der Jugend von Eintracht Frankfurt geholt, er hat eigentlich auch noch einen Vertrag bis 2010 bei Gladbach.

Die Bremer, die die Verpflichtung angeblich nach dem Pokalfinale angehen wollen, müssten den Youngster also aus seinem Vertrag herauskaufen.

Es dürften harte Verhandlungen werden: Es heißt, dass Gladbach mindestens zehn Millionen Euro für Marin haben will, der "Express" berichtet gar von 12 Millionen Euro anvisierter Ablöse.

Zwei Youngster verpflichtet

Zwei andere Youngster zieht es dagegen zu Gladbach hin.

Von Aufsteiger Mainz 05 kommt Mittelfeldspieler Roman Neustädter ablösefrei zur Borussia. Der 21-Jährige erhält einen Drei-Jahres-Vertrag bis zum 30. Juni 2012.

"Roman ist ein ballsicherer, laufstarker Mittelfeldspieler, dessen sehr positive Entwicklung wir seit längerem verfolgen", kommentiert Eberl die Verpflichtung.

Auch Reus unterschreibt

Gleich bis 2013 wurde Marco Reus von RW Ahlen gebunden.

Der 19-Jährige ist wie Marin im offensiven Mittelfeld zu Hause und ist nach einer starken Zweitliga-Saison bei mehreren Oberhaus-Klubs auf dem Zettel.

Für Eberl ist Reus "ein schneller, torgefährlicher Offensivspieler, der sich noch weiter entwickeln wird und von dem wir uns viel versprechen."

Folgt Dante ein Ex-Kollege?

Unmittelbar vor der Klärung steht auch die Personalie Oguchi Onyewu.

Der US-amerikanische Innenverteidiger von Standard Lüttich soll sich bald entscheiden, ob er seinem ehemaligen Teamkollegen Dante nach Gladbach folgt.

Der 26-jährige habe "alles vorliegen", so Eberl.

Meyers Zukunft ungeklärt

Ein Fragezeichen steht derweil weiter hinter der wichtigsten Weichenstellung - nämlich ob Trainer Hans Meyer dem Klub erhalten bleibt.

Meyer hat Vertrag bis 2010, aber sich dabei zusichern lassen, nach dem Klassenerhalt noch einmal Gespräche über die weitere Zusammenarbeit zu führen.

Nach dem Klassenerhalt am Samstag hat Meyer alle Fragen zu seiner Zukunft abgeblockt ("Retter" Meyer genießt und schweigt).

Die Gladbacher wollen den 67-Jährigen in jedem Fall halten: "Wir planen mit Hans die kommende Saison", so Eberl.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel