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Wesley Sneijder wechselte 2007 von Ajax Amsterdam nach Madrid © getty

Der FC Bayern ist bereit, richtig zu investieren. Die Verpflichtung von Gomez wird konkret. Auch Sneijder ist im Gespräch.

Über den FC Bayern berichtet Daniel Rathjen

München - Die Vizemeisterschaft war das Minimalziel.

Mit dem Abschlussessen am Samstag beim Edel-Asiaten "Mangostin" in der Nähe des Tierparks Hellabrunn in München wurde ein Haken unter eine Achterbahn-Saison gemacht.

In Zukunft will der FC Bayern die Liga wieder dominieren.

Mit Coach Louis van Gaal sollen weitere Stars den Kader verstärken. Entscheidungen könnten schon bald fallen.

Bis spätestens 12. Juni will Hoeneß Klarheit

Am 12. Juni verabschiedet sich Uli Hoeneß in den Urlaub. "Zuvor möchten wir einige Personalien bekannt geben", verrät der Manager Sport1.de.

Mit Mario Gomez könnte schon vor der Abreise der Nationalmannschaft nach Asien am Dienstag alles klar sein (Schon alles klar mit Gomez?).

Es soll weitgehend Einigkeit mit dem Spieler bestehen.

Auch wenn Horst Heldt, Manager des VfB Stuttgart, bekräftigt, den Stürmer halten zu wollen, so könnten die Schwaben einer Ablöse von 30 Millionen wohl kaum widerstehen.

Bei Gomez optimistisch

Im DSF-Doppelpass angesprochen auf die Personalie, sagte Hoeneß dann auch mit einem Lächeln: "Ich bin relativ optimistisch."

Gomez feierte mit den Stuttgartern am Samstag das Erreichen des dritten Platzes. Wenn bis Dienstag etwas komme, "werde ich mich mit meinem Berater und meiner Familie entscheiden".

Unter van Gaal soll ein Schnitt gemacht werden. Die Sehnsucht nach einem echten "Zehner" ist noch immer da.

Und Wesley Sneijder ist ein Name, der an der Säbener Straße immer öfter fällt.

Sneijder im Anflug?

"Ich habe gehört, dass er im Gespräch ist", bestätigt Abwehrspieler Philipp Lahm dem Münchner Lokalblatt "tz".

Der niederländische Mittelfeld-Star in Diensten von Real Madrid soll Wunschspieler des neuen Bayern-Trainers sein.

In diesen Stunden verständigen sich der Vorstand um Boss Karl-Heinz Rummenigge und Teammanager Christian Nerlinger mit van Gaal noch per Telefon darüber, wer unbedingt geholt werden soll.

In der nächsten Woche reist der Trainer persönlich an.

Dzeko und Helmes ebenfalls interessant

Diskutiert werden dann wohl auch Wolfsburgs Shooting-Star Edin Dzeko und Patrick Helmes, dem einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" zufolge ebenfalls ein Angebot aus München vorliegen soll.

Bedarf nach Zuverlässigkeit hat der FC Bayern aber nicht nur im Sturm, sondern gerade auch auf der rechten Abwehrseite.

Yuri Zhirkov von ZSKA Moskau oder Darijo Srna, Kapitän von UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donezk, sollen kommen.

Ein Schnäppchen wäre keiner der aufgezählten Akteure. Doch womöglich werden die Bayern nicht nur flüssig, sondern sogar sehr flüssig sein.

Ribery und Lahm vor dem Absprung?

Der Verbleib von Franck Ribery (Vertrag bis 2011) ist längst nicht garantiert, Real Madrid ist weiter stark interessiert. Eine Ablöse von 70 Millionen Euro steht im Raum.

Ribery wäre wahrscheinlich nicht der Einzige, der den FC Bayern verlassen würde.

Auch Philipp Lahm denkt laut "Süddeutscher Zeitung" daran, dem anhaltenden Werben des FC Barcelona nachzugeben.

Rummenigge kündigte jedenfalls schon mal an, einen rigiden Kurs fahren zu wollen.

"Wir werden das nicht mehr so mit ansehen. Es wird Zu-, aber auch Abgänge geben", sagt er.

Auch auf Spieler mit laufenden Verträgen werde keine Rücksicht mehr genommen. "Wir waren in der Vergangenheit sehr kulant. Wenn es Spieler gibt, die nicht mehr FC-Bayern-like sind, dann werden wir uns trennen."

Nahezu fest steht, dass Breno geht. "Ich denke, ich werde für ein Jahr ausgeliehen", sagt der Brasilianer.

Sein Berater suche nach einem Bundesliga-Verein, eine Alternative dazu wäre ein Wechsel in die Niederlande, wo AZ Alkmaar und der PSV Eindhoven Interesse haben sollen.

Abschiedsgedanken bei van Buyten und Toni

Auch Daniel van Buyten will Klarheit: "Entweder der Verein braucht mich oder nicht. Ich fühle mich wohl, aber ich bin kein Mann für die Bank."

Die Zukunft von Keeper Michael Rensing steht nach dessen Degradierung sowieso in den Sternen.

Völlig neu, aber nicht überraschend ist, dass Luca Toni offenbar mit dem Gedanken spielt, den Verein zu verlassen.

Das Bemühen der Bayern um Gomez stößt bei ihm nicht auf Begeisterung. Toni, Miroslav Klose, dazu Ivica Olic (kommt vom Hamburger SV) und Nachwuchsmann Thomas Müller - da ist mindestens einer zu viel.

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