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Von 2006 bis 2009 spielte der Brasilianer Diego für Werder © getty

Nach wochenlangem Hin und Her wechselt Bremens Diego zu Juventus. In Turin absolvierte er bereits medizinische Untersuchungen.

München - Sein Weg führt über Berlin direkt nach Turin: Wenn Spielmacher Diego am Samstag in der deutschen Hauptstadt zum DFB-Pokal-Endpsiel gegen Bayer Leverkusen aufläuft, ist es sein wohl letzter Auftritt im Trikot von Werder Bremen.

Am Montag befand sich der Brasilianer bereits zum Medizincheck beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin, am Abend sollten letzte Details des Transfers geklärt werden.

Nach drei Jahren in Bremen stehen die Zeichen bei dem Mittelfeldspieler endgültig auf Abschied.

"Wir sind zuversichtlich, dass wir den Transfer nun zu einem Abschluss bringen werden", sagte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs, der gemeinsam mit seinem Geschäftsführungskollegen Manfred Müller ins Piemont gereist war, um den Wechsel unter Dach und Fach zu bringen.

Diego könnte Hargreaves toppen

Spekulationen zufolge soll der Transfer den Bremern 25 bis 30 Millionen Euro einbringen - es wäre der größte Zahltag in der Bundesliga-Geschichte.

Bisher strich Bayern München, das sich zeitweilig auch um die Dienste Diegos bemüht hatte, mit dem Transfer von Owen Hargreaves 2007 zu Manchester United für 25 Millionen Euro die höchste Summe ein.

Mit allen Nebengeräuschen dürfte bei Diegos Verkauf für Werder noch ein wenig mehr herausspringen - Geld, das den Hanseaten gut zu Gesicht steht. Zumal das DFB-Pokal-Finale die letzte Möglichkeit bietet, sich doch noch für das internationale Geschäft zu qualifizieren.

Pokal-Sieg zum Abschied?

"Es ist mein Traum, mich mit einem Titel zu verabschieden", hatte Diego, der eigentlich noch bis 2011 bei Werder unter Vertrag steht, zuletzt bereits erklärt und keinen Zweifel an seinen

Wechselabsichten gelassen.

2006 war der 24-Jährige für sechs Millionen Euro vom FC Porto nach Bremen gekommen und bestritt für die Hanseaten 84 Bundesligaspiele (38 Tore).

Zu einem Titel reichte es für Diego trotz streckenweise überragender Leistungen in Bremen aber nicht.

Auch seinen Platz in der Selecao hatte er nach dem Gewinn der Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Peking verloren.

Hoffen auf Özil und Marin

In Turin könnte der Regisseur künftig weiterhin in der Champions League auflaufen und sich wieder vermehrt in den Fokus von Brasiliens Nationalcoach Carlos Dunga spielen.

Bei Werder würde nach dem Abgang von Diego ab der kommenden Saison wohl Mesut Özil in die Rolle des Spielmachers schlüpfen.

Möglicherweise wird dem 20-Jährigen künftig der Mönchengladbacher Marko Marin im Kreativzentrum zur Seite gestellt. Für den Jung-Nationalspieler ist eine Ablöse in Höhe von acht Millionen Euro im Gespräch. (zum Artikel: Marin vor Wechsel zu Werder).

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