Für eine Rekordsumme geht der Nationalstürmer zum FC Bayern. In die Podolski-Falle wird er jedoch nicht tappen.

Es ist ein Transfer der Superlative: Für 30 Millionen Euro wechselt Mario Gomez zum FC Bayern. Noch nie wurde in der Bundesliga so viel Geld für einen Spieler ausgegeben.

Und selten lief ein solcher Megadeal so geräuschlos ab wie jetzt zwischen den Münchnern und den Stuttgartern.

Nach der geglückten Champions-League-Qualifikation zeigen die Bayern ihre Muskeln und veranschaulichen, wohin der Weg führen soll: nach oben.

Zugleich schwächt der FCB mit dem VfB einen Konkurrenten maßgeblich.

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Die Schwaben waren in der Saison dank ihres Ausnahmestürmers drauf und dran, den Südrivalen den Platz in der Königsklasse streitig zu machen.

Mit so viel Anspannung wie gegen Stuttgart wollen die Münchner Bosse um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge so bald nicht mehr in einen 34. Spieltag gehen.

Neuer Trainer, eine kräftige Verstärkung im Sturm, dazu Anatoli Timoschtschuk fürs defensive Mittelfeld: Die Bayern arbeiten ihre Aufgaben Stück um Stück ab, es fehlt nur noch ein passabler Außenverteidiger für die rechte Seite.

Zur Münchner Risikofreude zählt im Moment auch, dass sie mit fünf Stürmern (Mario Gomez, Ivica Olic, Luca Toni, Miro Klose und Thomas Müller) in die neue Saison gehen wollen.

Dabei hört man Weltmeister Toni schon jetzt beim Gedanken an die Ersatzbank laut aufstöhnen.

Klar ist: Sollte der Bayern-Sturm eine Fünfertruppe bleiben, dürfte es allwöchentlich gewaltig rauschen in der Medienstadt München.

Im Zentrum des Orkans wird Gomez stehen. Und nach den Erfahrungen in der Nationalmannschaft sind leise Zweifel erlaubt, dass der 23-Jährige das alles so gelassen hinnimmt.

Zumal seine Tormarke aus dieser Saison (24 Treffer) und die Rekordablösesumme die Erwartungen multiplizieren werden.

Allerdings wird es Gomez in München nicht so ergehen wie Lukas Podolski.

Der Spitzenstürmer erscheint dazu zu sehr gefestigt, ist auch in der Entwicklung weiter, als es "Poldi" beim Wechsel 2006 war. Ein Umfeld, in dem sie sich wohlfühlen, benötigen aber beide.

Doch während Podolski in München nie aufhörte von Köln zu träumen, hat Gomez einen anderen Traum. Der trägt den Namen FC Barcelona und ist der ausgemachte Lieblingsverein des Deutsch-Spaniers.

Mit dem Schritt zum FC Bayern und den damit verbundenen Einsätzen in der Champions League hat sich Gomez noch deutlicher ins Schaufenster gestellt.

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