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Mike Büskens ist seit dem Ende seiner Profi-Laufbahn 2002 Trainer auf Schalke © getty

Die Zukunft von Mike Büskens ist offen. Bei Sport1.de zieht Schalkes Interimscoach eine Bilanz seiner Tätigkeit als Rutten-Nachfolger.

Von Christian Stüwe

München - Felix Magath ist der neue Alleinherrscher auf Schalke, die Zukunft des bisherigen Trainer-Trios ist unklar.

Da der neue Chefcoach und Sportdirektor auch seine Assistenten vom VfL Wolfsburg mitbringen wird, ist für Mike Büskens, Youri Mulder und Oliver Reck vermutlich kein Platz.

Büskens, der die Königsblauen nach der Entlassung von Fred Rutten als Hauptverantwortlicher übernahm, könnte wieder Trainer der zweiten Mannschaft werden.

Vielleicht aber sucht der Ex-Profi auch eine neue Herausforderung. So gilt er als einer der Top-Kandidaten als neuer Trainer bei Bundesliga-Absteiger Arminia Bielefeld.

Büskens selber erklärt im Gespräch mit Sport1.de, dass er sich noch nicht entschieden hat, und zieht eine Bilanz seines zweiten Trainerjobs auf Schalke.

Sport1.de: Wie fällt das Fazit Ihrer kurzen Zeit als Trainer von Schalke aus?

Mike Büskens: Wenn ich die beiden Perioden als Teil eines Interimstrios sehe, dann sehr positiv. Wir haben versucht, den Verein in unruhigen Zeiten ein wenig zu stabilisieren und ich denke, das ist uns gelungen.

Sport1.de: Waren Sie froh, als zu Beginn Ihres jetzigen Engagements der Trubel um Bayern München und Jürgen Klinsmann Schalke ein wenig aus den Schlagzeilen gebracht hat?

Büskens: Wenn man für Schalke arbeitet, weiß man, dass man immer in den Schlagzeilen steht. Schalke ist ein Verein der interessiert, der polarisiert. Von daher geht es nur darum, ob dem Verein mal etwas weniger oder etwas mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird. Grundsätzlich ist die Aufmerksamkeit was Schalke 04 betrifft sehr hoch.

Sport1.de: Wenn Sie die ganze Saison betrachten, ist das dann insgesamt zu wenig für Schalke?

Büskens: Man muss schon sagen, dass wir als Achter sportlich hinter unseren Erwartungen geblieben sind. Das ist schon traurig. Aber so ist es jetzt halt. Jetzt geht es darum diese Saison vernünftig zu analysieren. Daraus müssen dann die richtigen Schlüsse gezogen werden. Wenn man das dann macht, kann auch eine bescheidene Saison der Anfang einer guten Phase sein.

Sport1.de: Denken Sie, dass der Wirbel rund um die Entlassungen von Manager Andreas Müller und Trainer Fred Rutten Schalke die Qualifikation für das internationale Geschäft gekostet haben könnte?

Büskens: Ich denke, dass generell die große Unruhe, die auf Schalke herrscht, nicht förderlich war für die Entwicklung dieser Mannschaft. Wenn wir Erfolg haben wollen, und das wollen wir letztendlich alle, müssen wir auch wissen, dass eine gewisse Ruhe und Kontinuität das Fundament für diesen Erfolg sein müssen.

Sport1.de: Im Sommer übernimmt Felix Magath. Ist er der richtige Mann?

Büskens: Wenn man auf die Vita von Felix Magath schaut, muss man sagen, dass er der Top-Trainer der letzten Jahre in Deutschland ist. Auf seinen letzten Stationen, ob in Stuttgart, bei Bayern oder jetzt in Wolfsburg, war er sehr erfolgreich. Die Frage, ob er der richtige Trainer ist, stellt sich gar nicht.

Sport1.de: Wie wird die Übergangszeit aussehen? Werden Sie Magath Tipps geben?

Büskens: Nein, ich glaube nicht, dass ich Felix Magath Tipps geben muss, was den Fußball betrifft. Aber wenn er Fragen hat, was die Mannschaft angeht, werden Youri Mulder, Oliver Reck und ich ihm Rede und Antwort stehen.

Sport1.de: Magath bringt drei Assistenztrainer aus Wolfsburg mit. Wo wird Ihr Platz in der kommenden Saison sein?

Büskens: Das wird man sehen. Im Moment wurde darüber noch nicht gesprochen. Das wird irgendwann passieren und dann wird man sehen, wo mein Platz ist.

Sport1.de: Aber die Mannschaft hat sich sehr positiv über Ihre Arbeit geäußert. Sie würden schon gerne mit der Mannschaft weiterarbeiten oder zieht es Sie woanders hin?

Büskens: Ich weiß, dass ich auf jeden Fall gerne im Fußball weiterarbeiten würde. Aber wie gesagt, für mich ist das bisher alles Spekulation, was meine Zukunft betrifft. Ich werde erstmal das Gespräch abwarten. Dann wird man mir mitteilen, wie man meine Position einschätzt. Dann werde ich mich damit auseinandersetzen, was man mir anbietet.

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