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Philipp Lahm (r.) hat beim FC Bayern noch einen Vertrag bis ins Jahr 2012 © imago

Bayerns Verteidiger bekennt sich zum Rekordmeister. Manager Uli Hoeneß kritisiert Schweinsteiger und andere "Mitläufer".

München - Philipp Lahm hat den Spekulationen um einen möglichen Wechsel zum FC Barcelona einen Riegel vorgeschoben.

Der Außenverteidiger des FC Bayern erklärte der Münchner "Abendzeitung", dass er auch in der kommenden Saison definitiv beim Rekordmeister spielen werde.

"So ist das", sagte Lahm, der gleichzeitig auf seinen bis 2012 laufenden Vertrag in München verwies:

"Ich habe ja erst Anfang des Jahres verlängert - und dafür hatte und habe ich meine Gründe."

Ziel Champions-League-Titel

Der Hauptgrund dürfte sein, dass Lahm mit den Bayern in der Champions League noch weiter kommen will, als in dieser Saison beim Viertelfinal-Aus gegen den FC Barcelona.

"Das Ziel muss auf jeden Fall sein, in ein paar Jahren wieder um den Champions-League-Titel mitzuspielen", erklärte Lahm.

Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, hofft er auf den Verbleib der bisherigen Top-Stars Franck Ribery und Luca Toni. Trotz der feststehenden Verpflichtungen von Ivica Olic und Mario Gomez werde Toni immer noch gebraucht, so Lahm:

"Wer in allen Wettbewerben, auch in der Champions League, weit kommen will und viele Partien auf hohem Niveau bestreitet, der braucht einen breiten Kader."

Kaderplanung bis Mitte Juni beenden

Das weiß natürlich auch Manager Uli Hoeneß. Er will nach dem vollzogenen Transfer von 30-Millionen-Euro-Mann Gomez bis Mitte Juni auch die letzten noch angestrebten Kaderverstärkungen bei den Bayern fix machen.

"Ich denke, dass wir bis dahin alle Weichen gestellt haben", sagte Hoeneß mit Blick auf seinen Urlaubsbeginn am 12. Juni in der "Sport Bild".

Anfang Juni werde der künftige Trainer Louis van Gaal für zwei Tage nach München kommen, "um Transfers konkret abzustimmen".

Mit den Planungen für die kommende Saison hat Hoeneß auch eine deutliche Warnung an das derzeitige Personal verknüpft, beispielsweise an Nationalspieler Bastian Schweinsteiger.

Hoeneß: Anspruch und Bezahlung müssen übereinstimmen

"Man muss ihm die Frage ganz klar stellen, ob er weiterhin nur ein Mitläufer sein will. Ob das, was er im letzten Jahr gezeigt hat, so ist, wie er es sich bei uns vorgestellt hat", sagte der 57-Jährige.

Generell müsse der Anspruch, den der Rekordmeister an die Profis stellt, mit deren Bezahlung übereinstimmen.

"An dem werden wir sie messen", drohte Hoeneß.

"Die Leistung stimmt nicht bei jedem hunderprozentig mit dem überein, was in den Verträgen steht. Wie radikal der Wechsel irgendwann sein muss, müssen wir nochmal besprechen."

"Lockere Anfrage" für Ribery

An einen Verkauf von Franck Ribery denkt Hoeneß nach wie vor nicht.

Zumal es bisher nur eine "lockere Anfrage" von Manchester United für den Franzosen gegeben habe. "Für 40 Millionen Euro würde ich nicht mal den Hörer abnehmen", sagte Hoeneß.

Ganz ausschließen wollte der Manager einen Verkauf des Superstars aber nicht:

"Wenn wir ihn abgeben würden, dann wären wir zu der Entscheidung gekommen, dass uns das viele Geld hilft, die Mannschaft so zu verstärken, dass sie insgesamt stärker wird." 93065(DIASHOW: Hoeneß öffnet den Geldkoffer)

Fitnesstrainer und Psychologe bleiben

Ob ManUnited einen weiteren Vorstoß unternehmen wird, hänge von der Zukunft von Weltfußballer Cristiano Ronaldo ab.

Der Portugiese war zuletzt bei Real Madrid im Gespräch.

Beschlossen ist derweil, dass die von Ex-Coach Jürgen Klinsmann installierten Fitnesstrainer Darcy Norman und Marcelo Martins bleiben.

"Die behalten wir. Die sind super. Auch Philipp Laux, der Psychologe, bleibt", sagte Hoeneß.

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