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Franck Ribery (l.) und Luca Toni (r.) spielten seit der Saison 2007/2008 für den FC Bayern © imago

Angeblich macht Chelsea für den Franzosen 50 Millionen Euro locker, doch die Bayern wiegeln ab. Toni wird ein Wechsel nahegelegt.

München - Bayern München kämpft verzweifelt einen möglicherweise aussichtslosen Kampf um Superstar Franck Ribery, Luca Toni legt der Rekordmeister dagegen offen einen Wechsel nahe:

Zwei Tage nach dem Rekordtransfer von Mario Gomez an die Isar nimmt das Team des neuen Trainers Louis van Gaal weiter Gestalt an.

Die Bayern tun weiter alles, damit auch Ribery dieser Mannschaft angehört, doch der kleine Franzose hat allem Anschein nach andere Pläne.

Übereinstimmenden britischen Medienberichten zufolge soll sich der 26-Jährige mit dem FC Chelsea prinzipiell über einen Wechsel an die Stamford Bridge geeinigt haben.

Die Londoner sind demnach wohl bereit, 50 Millionen Euro Ablösesumme für Ribery zu bezahlen.

FCB: "Eine absolute Ente"

Laut Bayern-Sprecher Markus Hörwick hat es aber keine Anfrage der Blues gegeben:

"Das ist auch diesmal wieder eine absolute Ente. Es bleibt dabei: Wir möchten mit Ribery verlängern und ihn nicht abgeben."

Offener sind die Bayern da bei Toni. "Ich glaube nicht, dass wir mit fünf Stürmern in die Saison gehen", sagte Manager Uli Hoeneß über den 31 Jahre alten Stürmer in der "Bild".

Präsident Franz Beckenbauer gab bei "Premiere" zu bedenken: "Natürlich kann man nicht mit Toni, Klose und Gomez spielen."

Neben Toni stehen weitere Spieler auf der Streichliste der Bayern, an Manuel Neuer und Darijo Srna besteht hingegen weiter Interesse.

Ribery: Ancelottis Wunschspieler

Ribery gilt als Wunschspieler von Carlo Ancelotti, der wiederum als heißester Anwärter auf den vakanten Teammanager-Job bei Chelsea gehandelt wird.

Klubchef Peter Kenyon soll den Transfer bereits abgesegnet haben, Ancelotti bestätigte das Interesse.

Er habe Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch "zwei Namen genannt: Franck Ribery und Xabi Alonso (FC Liverpool, d. Red.) - Spieler, die ihn glücklich machen würden".

Streitpunkt Gehalt

Nur über das Gehalt für Ribery sollen sich Klub und Profi noch nicht abschließend geeinigt haben.

Ribery will rund 144.000 Euro wöchentlich, Chelsea bietet nur 103.000 Euro.

Wie Ribery hat Toni einen Vertrag bei den Bayern bis 2011. Ob letzterer den Klub vorzeitig verlassen wird, hängt zum einen von van Gaals Urteil ab.

Zum anderen wird es wohl schwierig, einen Klub zu finden, der die hohen Gehaltsforderungen Tonis erfüllen kann.

Weiter Interesse an Neuer

Neben Toni könnten Tim Borowski, Christian Lell und Breno ("ich werde wohl ausgeliehen") gehen.

Außerdem ist die Zukunft von Torhüter Michael Rensing ebenso noch offen wie die von Mittelfeldspieler Ze Roberto.

Obwohl Wunsch-Torwart Neuer von Schalke 04 offenbar bei den Knappen bleiben will, hofft Hoeneß im kicker, "dass da noch was geht".

Srna zu teuer?

Wie Neuer ist laut Hoeneß der kroatische Nationalspieler Srna von UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donezk "ein Spieler, mit dem wir uns beschäftigen. Ob wir ihn uns schlussendlich leisten können, wird die Zukunft zeigen. Ich glaube eher nicht, aber man muss abwarten". 93065(DIASHOW: Hoeneß öffnet den Geldkoffer)

Der 27-Jährige hat in Donezk einen Vertrag bis 2011 und dürfte deutlich mehr als zehn Millionen Euro kosten.

Über 20 Millionen Euro dürfte Nationalspieler Philipp Lahm "wert" sein, doch der Außenverteidiger erteilte in der Münchner "AZ" allen Wechselspekulationen eine Absage: Er werde in der kommenden Saison definitiv bei den Bayern spielen. (Lahm bleibt - Hoeneß warnt Schweinsteiger)

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