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Mirko Slomka war bei Schalke 04 ab 2004 zwei Jahre Co-Trainer, dann Cheftrainer © getty

Im DSF-Doppelpass spricht Schalkes Ex-Trainer Mirko Slomka über seine Zukunft und die von Labbadia, Jols Flucht und Bremens Pokalsieg.

München - Nach den Wechseln von Armin Veh zum VfL Wolfsburg und Felix Magath zu Schalke 04 dreht sich das Trainerkarussell in der Bundesliga immer rasanter.

Und auch der Ex-Schalker Mirko Slomka, der bei den Knappen zwei Jahre lang das Kommando hatte, ist mal wieder ein Kandidat für einen freien Posten.

Zumal: Nach dem DFB-Pokalfinale und der Niederlage von Leverkusen wackelt auch der Stuhl von Bruno Labbadia.

Pikant: Slomka selbst schließt nicht aus, dass der 43-Jährige bald gehen muss - und fühlt sich gut präpariert, endlich selbst wieder ein Team zu übernehmen.

Im DSF-Doppelpass spricht der 41-Jährige über seine mögliche Rückkehr in die Bundesliga, den Bremer Pokalsieg und die überrschande Flucht von Martin Jol beim HSV.

Mirko Slomka im DSF-Doppelpass über...

...seine Zukunft als Bundesliga-Trainer:

"Man sollte den Spekulationen aus den Medien nicht ständig Glauben schenken. Unbestritten ist, dass ich in Wolfsburg war, ich bin ja dummerweise auch dort gesehen worden. Jetzt Spekulationen über andere Vereine zu eröffnen, macht für alle Beteiligten keinen Sinn ? deswegen halte ich mich da auch sehr zurück.

Ich bin bereit. Ich habe in der Zeit auf Schalke gemerkt, dass man von den Medien getrieben wird und Aussagen immer in die eine oder andere Richtung verwendet werden. Deshalb ist das jetzt für mich eine blöde Situation.

Ich möchte das wirklich nicht befeuern, dass macht für beide Parteien keinen Sinn. Warten wir noch ein paar Tage ab, und nächste Woche gibt es vielleicht was."

...den Weggang von Trainer Martin Jol vom HSV:

"Der HSV hat das Heft des Handelns nicht aus der Hand gegeben. Aber auch wenn ein Felix Magath in Wolfsburg sehr erfolgreich war und jetzt bei Schalke die komplette Macht übernimmt, hat doch jeder Verein eine eigene Philosophie und muss dabei bleiben und nicht die komplette Macht abgeben.

Ich bin eher ein teamorientierter Trainer und finde schon, dass man gemeinsam mit den Verantwortlichen im sportlichen Bereich führen und Spieler gemeinsam verpflichten muss." (Konzept wichtiger als der Trainer)

...die durchwachsenen Saisonleistungen von Pokal-Sieger Werder Bremen:

"Das kann man eigentlich fast gar nicht erklären. Es war schon außergewöhnlich, dass es in der Bundesliga Top-Leistungen gab und dann aber auch merkwürdige Niederlagen ? Spiele ohne Herz, Leidenschaft und Energie.

Aber am Ende hat Werder doch eine tolle Saison gespielt, wenn man zweimal im Finale steht. Da kann man schon sagen, dass man zufrieden ist.

Das Spiel gestern hat gezeigt, die Mannschaft ist intakt. Man muss nun mit Frank Baumann und Diego zwei wesentliche Stützen der Mannschaft ersetzen. Das wird schwer genug, aber Mesut Özil hat sich ja ins Rampenlicht gespielt.

Ich hoffe, dass Werder jetzt ein bisschen auf de Markt tätig wird und wir in der neuen Saison wieder eine Mannschaft sehen, die in der Spitze mitspielt. Insgesamt scheint das System auch mit Thomas Schaaf gefestigt."

einen möglichen Trainerwechsel bei Bayer Leverkusen:

"Es ist zu vermuten. Ich denke, dass besonders Rudi Völler da ganz genau hinschaut und intern noch mal eine Diskussion anfachen wird. Aber ich glaube nicht, dass da schon alles entschieden ist. (Labbadia vor dem Aus?)

Die Zusammenarbeit nach einem Jahr zu beenden, finde ich grundsätzlich immer erst mal komisch. Man hat eine zweite Chance verdient. Aber es ist sichtbar, dass irgendwas zwischen Trainer, Mannschaft und Management nicht so funktioniert, dass man den schönen Fußball der Hinrunde weiterspielen konnte."

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