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Maik Franz spielte seit Juli 2006 für den Karlsruher SC © getty

Deshalb heuert der bisherige KSC-Kapitän in Frankfurt an und verlässt seine große Liebe. Overath versteht Daums Flucht aus Köln.

München - Der Wechsel von Innenverteidiger Maik Franz von Erstliga-Absteiger Karlsruher SC zu Eintracht Frankfurt ist perfekt.

Der 27-Jährige einigte sich vor seinem Flug in den Urlaub mit Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen auf einen Vertrag bis Ende Juni 2013.

Die Ablösesumme für den Verteidiger beträgt festgeschriebene 700.000 Euro. Franz ist nach Keeper Ralf Fährmann von Schalke 04 der zweite Neuzugang der Hessen für die kommende Saison.

"Bei aller Liebe zum KSC: Ich muss an meine Zukunft denken", so Franz. "Ich will nicht zurück in die 2. Liga, ich muss in der 1. Liga spielen. Das bin ich meinen eigenen Ansprüchen schuldig."

Vorfreude auf die Eintracht

Nun freut er sich auf seinen neuen Klub:

"Ich freue mich auf die Eintracht, auf das tolle Stadion und die große sportliche Herausforderung", sagte Franz auf seiner Homepage, bevor er mit Lebensgefährtin Eva in die USA aufbrach.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Overath hat Verständnis für Daum

FC-Präsident Wolfgang Overath zeigt Verständnis für den Abgang von Christoph Daum.

"Ich habe ihn in einem Telefonat gesagt, dass ich ihn verstehen kann", so Overath im "Kölner-Stadt-Anzeiger".

Köln sei klar gewesen, dass Daum ein "Superangebot" eines europäischen Topklubs vorliege und er den Verein verlassen werde.

Der 55-jährige Daum hatte Overath informiert, dass er die Möglichkeit einer Kündigung zum 30. Juni nutzen und den 1. FC Köln verlassen werde.

So sagte Daum in einem Telefonat mit Overath: "Ich habe einen unglaublichen Vertrag bei einem Riesenverein für vier Jahre unterschrieben." Dieses Angebot lag außerhalb der finanziellen Möglichkeiten des FC.

Meier hat keine Eile

Währenddessen ist die Trainersuche ist nach dem unerwarteten Abgang von Christoph Daum beim 1. FC Köln voll im Gange.

"Wir haben uns ein paar rausgesucht, sind aber noch nicht soweit", so Overath der "dpa". Laut FC-Manager Michael Meier gibt es keinen Zeitplan. "Wir wollen die Gespräche in aller Ruhe führen."

Er gehe nicht davon aus, dass schon diese Woche ein neuer Trainer gefunden wird. "Aber wir sind nach wie vor eine interessante Adresse, bei der es nicht schwierig ist, Spieler oder Trainer zu akquirieren."

Matip verlängert beim 1. FC Köln

Defensivspieler Marvin Matip hat seinen Vertrag in Köln derweil um zwei Jahre bis 30. Juni 2011 verlängert.

Der 23-Jährige, der seit 2005 beim Geißbock-Klub spielt, wurde zuletzt auch beim VfL Bochum als Neuzugang gehandelt.

"Ich bin glücklich, dass ich beim FC bleibe. Ich glaube fest an das Potenzial des Vereins und möchte weiterhin mit meiner Leistung dazu beitragen, dass der FC auch in den kommenden Jahren eine gute Rolle in der Bundesliga spielen wird", sagte Matip.

Mainzer Stadion soll zum Wahrzeichen werden

Das neue Fußballstadion von Aufsteiger FSV Mainz 05 soll ein Wahrzeichen der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt werden.

"Wir erhalten ein eindrucksvolles, unverwechselbares Stadion. Die Arena hat das Potenzial, ein modernes Wahrzeichen unserer Stadt zu werden", äußerte FSV-Präsident Harald Strutz bei der Vorstellung des Entwurfs.

Die Arena, die 33.500 Zuschauern Platz bieten und deren Bau 60 Millionen Euro kosten soll, ist als Stadion mit einem Rang konzipiert.

Das Konzept beruht auf vier freistehenden Tribünen, die im unteren Bereich miteinander verbunden sind. Die Arena soll so den Charakter eines Stadions im britischen Stil erhalten.

"Wir bekommen ein steiles und enges Fußballstadion, das den Charakter des alten Bruchwegstadions weiterträgt", sagte der Mainzer Manager Christian Heidel.

Und weiter: "Unsere Fans werden das Stadion lieben und bald die einzigartige Mainzer Fußballstimmung hineintransportieren. Der Verein bleibt durch die Vermarktungsmöglichkeiten wirtschaftlich konkurrenzfähig."

Kind erhöht Druck auf DFL

Klub-Chef Martin Kind von Hannover 96 erhöht im Streit um die Abschaffung der 50+1-Regel den Druck auf die Deutsche Fußball Liga (DFL).

"Ich werde diese Woche bei der DFL den Antrag stellen, die Abstimmung über die 50+1-Regel auf die Tagesordnung der nächsten Ligaversammlung zu setzen", sagte Kind der "Sport Bild".

Bislang untersagt die 50+1-Regel, dass Investoren bei den Bundesliga-Klubs eine Stimmenmehrheit haben.

Um die Klausel zu kippen, müssten bei der noch nicht terminierten Ligaversammlung zwei Drittel der 36 Erst- und Zweitligisten für den Antrag von Kind stimmen.

Sollte das gelingen, müsste anschließend aber noch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zustimmen. Im Falle eines Scheiterns hat der 96-Boss bereits angekündigt, Klage bei einem EU-Gericht einzureichen.

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