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Christoph Daum trat am 23. September 1986 erstmals in Köln das Traineramt an © imago

Christoph Daum verteidigt seinen Entschluss, den 1.FC Köln kurzfristig zu verlassen. Und sagt, warum der FC ihn gehen lassen muss.

München - Christoph Daum zeigt nach seinem plötzlichen Abgang beim 1. FC Köln keinerlei Reue.

"Ich habe niemanden im Stich gelassen. Ich hinterlasse ein geordnetes Haus. Der FC ist für die Zukunft gut aufgestellt. Ich habe meine Aufgabe in Köln erfüllt", sagte der Trainer in einem Interview mit dem "Express". (Wohin steuert der FC nach Daums Abgang)

Der 55-Jährige hatte nach dem Klassenerhalt der Kölner von seinem vertraglich zugesicherten Kündigungsrecht zum 31. Mai Gebrauch gemacht und wird aller Voraussicht nach in der kommenden Saison wieder den türkischen Großklub Fenerbahce Istanbul trainieren.

Daum nannte als Hauptbeweggrund für seine Entscheidung, dass er "andere Ambitionen" habe.

"Der 1. FC Köln hat unter meiner Amtszeit das im Rahmen seiner Möglichkeiten das Maximale erreicht. Klar ist aber auch, mehr als Platz neun wäre in der neuen Saison nicht drin", erklärte Daum, der bei Fener 3,5 Millionen Euro netto pro Jahr erhalten soll. (Amtlich: Daum verlässt Köln)

Podolski wusste früh Bescheid

Heimkehrer Lukas Podolski habe er bereits frühzeitig von der Möglichkeit unterrichtet, dass er vielleicht einen anderen Trainer haben werde. (Sport1.de-User: "Herr Daum, schämen Sie sich")

"Ich habe Poldi in unseren Gesprächen direkt reinen Wein eingeschenkt. Ich habe ihm gesagt: Lukas, ich kann dir keine Garantie geben, dass der Trainer in der nächsten Saison Christoph Daum heißt", meinte der Coach. Auch mit Präsident Wolfgang Overath sei er einvernehmlich auseinandergegangen:(113379DIASHOW: Daums Karriere)

"Tür ist immer offen"

"Weil wir so ein gutes Verhältnis haben, habe ich ihm ein paar Details von meinem Angebot aus der Türkei erzählt. Wolfgang sagte nur: Du brauchst nicht weiterreden. Solange ich hier Präsident bin, ist die Tür für Dich immer offen."

In einem Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" sagte Kölns Manager Michael Meier, "dass er jetzt geht, ist traurig für uns. Daum wird seine Gründe dafür gehabt haben, es so zu machen. Aber es bringt nichts, sich mit dieser Frage nach dem Zeitpunkt zu befassen. Das ist wie Senf nach dem Essen."

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