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Lucien Favre (r.) wurde 2006 und 2007 zum schweizerischen Trainer des Jahres gewählt © getty

Der Hertha-Manager geht davon aus, dass Favre seinen Vertrag erfüllt. Neururer bezeichnet Schalke als "stillos und oberpeinlich".

München - Manager Dieter Hoeneß hat Spekulationen um einen vorzeitigen Wechsel des offenbar vom Hamburger SV umworbenen Trainers Lucien Favre vom Tisch gewischt.

"Egal, ob der HSV oder andere Klubs anfragen: Lucien Favre hat einen Vertrag bei uns bis 2011, und wir haben noch viel gemeinsam vor", sagte Hoeneß.

Laut übereinstimmenden Medienberichten gilt der Schweizer in Hamburg jedoch als heißer Kandidat für die Nachfolge von Martin Jol, der zu Ajax Amsterdam wechselt.

Der "kicker" berichtete, dass es mit Billigung von Favre bereits eine Kontaktaufnahme zwischen beiden Parteien gegeben habe.

Favre klagt über finanzielle Probleme

Favre selbst hatte die Spekulationen angeheizt, indem er in seiner Heimat in einem Interview über die schwierigen finanziellen Voraussetzungen bei der Hertha geklagt hat: "Die Leute hören Hauptstadtklub und denken an Rom oder Madrid. Bei uns ist es schwierig."

So muss der Personaletat in der kommenden Saison von 33 auf 28 Millionen Euro gesenkt und ein Transferüberschuss in Höhe von fünf Millionen Euro erwirtschaftet werden.

Sport1.de hat weitere Neuigkeiten aus der Bundesliga zusammengefasst:

Hannover bestraft Andreasen nach Schlägerei

Mittelfeldspieler Leon Andreasen ist vo Hannover 96 mit einer hohen Geldstrafe wegen einer Disko-Schlägerei im dänischen Aarhus belegt worden.

Der Däne war am 24. Mai in eine nächtliche Auseinandersetzung mit einem anderen Gast verwickelt.

In einem gemeinsamen Gespräch mit der sportlichen Leitung und seinem Berater hat sich Andreasen für sein Verhalten entschuldigt. "Damit ist die Sache für uns erledigt", erklärte 96-Sportdirektor Jörg Schmadtke.

Andreasen soll zum Trainingstart wieder fit sein

Strafrechtliche Verfolgungen sind nicht zu erwarten.

Am Donnerstag wurde Andreasen in Berlin vom Spezialisten Dr. Jens Krüger an seiner "weichen Leiste" operiert. Er soll pünktlich zum Trainingsstart am 29. Juni wieder einsatzbereit sein.

Neururer will Schalke Mitgliedschaft kündigen

Trainer Peter Neururer vom MSV Duisburg will seine Mitgliedschaft bei Schalke 04 kündigen.

Der 54-Jährige möchte mit dem Austritt aus seinem "Herzensverein", bei dem er vom 11. April 1989 bis zum 13. November 1990 Trainer in der Zweiten Liga war, seinen Unmut über die derzeitigen Verantwortlichen bei den Königsblauen zum Ausdruck bringen.

"Stillos und oberpeinlich"

"Was auf Schalke in den letzten Wochen bei dem Verein abgelaufen ist, ist für mich nur noch stillos und oberpeinlich. Leider haben sich immer wieder Personen zu sportlichen Dingen geäußert, die vom Fußball nichts verstehen", sagte Neururer dem "RevierSport" und kritisierte die Schalker Führung um den Vorsitzenden Josef Schnusenberg und den Aufsichtsratsvorsitzenden Clemens Tönnies.

"Man hat im Klub einen Mann mit solcher Kompetenz wie Olaf Thon, bindet ihn aber nicht in die sportliche Arbeit ein. Das kann ich nicht nachvollziehen", meinte Neururer weiter:

"Und wenn man mir als Mitglied dann noch eine am Computer entworfene standardisierte Glückwunschkarte zum Geburtstag schickt, dann fehlen mir die Worte. Daraus ziehe ich die Konsequenzen", sagte Neururer weiter.

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