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Michael Skibbe (l.) trainierte in der Bundesliga bereits Dortmund und Leverkusen © getty

Michael Skibbe nimmt auf dem Trainerstuhl der Eintracht platz. Nach einem Bosporus-Abenteuer will er wieder Erfolge feiern.

Frankfurt/Main - Michael Skibbe soll Eintracht Frankfurt auf Erfolgskurs bringen:

Kurz nach Borussia Mönchengladbach hat der nächste Traditionsverein seine Trainersuche erfolgreich abgeschlossen.

Skibbe tritt beim früheren Europapokalsieger die Nachfolge von Friedhelm Funkel an. Er erhält in Frankfurt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.

"Ich freue mich sehr auf meine Aufgabe bei der Eintracht. ich will attraktiven, guten und aufregenden Fußball spielen lassen und mit der Eintracht einen weiteren Schritt in eine gute Bundesliga-Zukunft machen", sagte Skibbe bei seiner offiziellen Vorstellung am Freitag.

Damit sind im Oberhaus nur noch der Hamburger SV und der 1. FC Köln auf der Suche nach einem neuen Chefcoach.

Für Skibbe,wird es das dritte Engagement als Trainer in der Bundesliga.

Zwischenstopp Nationalmannschaft

Von 1998 bis 2000 hatte der frühere Schalker Profi beim Revier-Rivalen Borussia Dortmund auf der Bank gesessen und war 1999 einmal Vierter in der Liga geworden.

Nach einem Zwischenstopp beim DFB, wo er bei der Nationalmannschaft Assistent von Teamchef Rudi Völler war, trainierte er von 2005 bis 2008 Bayer Leverkusen und erreichte zweimal den fünften Platz.

Nach dem verpassten UEFA-Cup-Einzug wurde Skibbe bei Bayer im Sommer 2008 entlassen und versuchte anschließend sein Glück in der Türkei bei Galatasaray Istanbul.

"Ich habe es kommen sehen"

Sein Engagement beim Traditionsklub dauerte allerdings nur 257 Tage. Am 23. Februar wurde er nach einem 2:5-Heimdebakel gegen den Tabellenvorletzten Kocaelispor gefeuert.

"Ich habe es schon kommen sehen", hatte Skibbe seinerzeit die Entlassung kommentiert: "Ich bin selbst gekränkt, dass ich das gesteckte Ziel mit der Mannschaft nicht erreicht habe."

Bei seinem ersten Auslandsabenteuer hatte er zuvor bereits mehrfach vor dem Rauswurf gestanden.

Entmachtung am Bosporus

Bereits Ende August 2008 war nach der verpassten Qualifikation für die Champions League gegen Steaua Bukarest die Entlassung Skibbes gefordert worden.

Anfang November folgte ein 1:4 im Derby bei Fenerbahce, als Konsequenz wurde Skibbes erfolgreicher Vorgänger Karl-Heinz Feldkamp zurückbeordert und Skibbe als Technischer Direktor vor die Nase gesetzt - der Trainer war quasi entmachtet.

Nachdem er sich zwischenzeitlich unter anderem durch einen 1:0-Erfolg in der UEFA-Cup-Gruppenphase bei Hertha BSC Berlin noch einmal gefangen hatte, wurde Skibbe schließlich im Februar doch entlassen.

Vorzug vor anderen Trainergrößen

Trotz des vorzeitigen Endes des Bosporus-Abenteuers hätte sich Skibbe weitere Einsätze im Ausland vorstellen können, doch jetzt war der Reiz, in die Bundesliga zurückzukehren, offenbar doch größer.

Bei der Eintracht hat Skibbe den Vorzug vor anderen bekannten Trainern wie Thomas von Heesen, Benno Möhlmann oder auch Uwe Rapolder erhalten.

Seinen Dienst auf dem Platz wird er beim Trainingsstart am 29. Juni antreten.

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