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Am Abend zuvor hatte sich der 64-Jährige nach einer Sitzung des Bayer-Gesellschafterausschusses per Handschlag mit dem Vorstand geeinigt
Damit hat niemand gerechnet: Jupp Heynckes wird neuer Trainer von Bayer 04 Leverkusen © getty

Damit hat niemand gerechnet: Jupp Heynckes wird neuer Trainer von Bayer 04 Leverkusen, Bruno Labbadia wechselt zum HSV.

Hamburg/Leverkusen - Jupp Heynckes zu Bayer Leverkusen, Bruno Labbadia zum Hamburger SV - zwei begehrte Trainerposten in der Bundesliga sind seit Freitagabend vergeben.

Heynckes wird ab sofort neuer Coach bei den Rheinländern. Der 64-Jährige sagte nach einer Sitzung des Bayer-Gesellschafterausschusses per Handschlag bis 2011 zu.

Gleichzeitig erhielt sein Vorgänger Bruno Labbadia von Bayer die Freigabe für einen Wechsel zum HSV, wo er einen Kontrakt bis 2012 unterschreiben wird. Dies gaben beide Klubs offiziell bekannt.

Heynckes: "In mir brennt es noch"

"Ich habe mich sehr über das Interesse von Bayer 04 gefreut", sagte Jupp Heynckes, "während meines kurzen Gastspiels in München habe ich gemerkt, dass es noch in mir brennt. Deshalb übernehme ich die neue Aufgabe sehr gerne."

Er kenne die meisten Spieler gut "und die Herausforderung, diese junge und sehr talentierte Mannschaft wieder ins internationale Geschäft zurückzuführen, reizt mich sehr. Ich sehe großes Potenzial", so Heynckes.

In der abgelaufenen Saison war der Welt- und Europameister nach über zwei Jahren Pause überraschend auf die Bundesligabühne zurückgekehrt.

Heynckes erste Wahl

Bei Bayern München wurde er nach der Entlassung von Jürgen Klinsmann als Nothelfer geholt und schaffte mit der Mannschaft durch vier Siege und ein Unentschieden in den letzten fünf Saisonspielen die Qualifikation für die Champions League.

Bayer Leverkusen hatte erst am Donnerstag Kontakt zu Jupp Heynckes aufgenommen, nachdem Bruno Labbadia seinen Wunsch um Auflösung des Vertrages verkündet hatte. ("Er behandelt uns wie Kinder")

"Bruno wollte einen Neuanfang. Nach dieser Entscheidung war Heynckes für uns erste Wahl, zumal wir uns schon in den vergangenen Jahren immer wieder mit diesem Thema befasst hatten", erklärte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser. "Wir sind davon überzeugt, dass gerade unsere junge Mannschaft von seiner Erfahrung und seiner natürlichen Autorität profitieren wird", so Holzhäuser weiter.

HSV freut sich auf Labbadia

Bruno Labbadia kehrt indes zum Hamburger SV zurück, wo er als Stürmer in den Spielzeiten 1987/88 und 1988/89 in 41 Begegnungen elf Treffer erzielt hatte. Der 43-Jährige tritt die Nachfolge des Niederländers Martin Jol an, der Ende Mai überraschend seinen Wechsel zu Ajax Amsterdam bekannt gegeben hatte.

"In Bruno Labbadia haben wir einen Trainer verpflichtet, der sich uneingeschränkt mit dieser Aufgabe identifiziert. Er steht für absolute Professionalität, Gradlinigkeit, Leidenschaft und eine klare Spielphilosophie. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit", so HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer.

Keine Aussagen wurden über eine Ablösesumme für Bruno Labbadia gemacht, der bei Bayer Leverkusen noch einen Vertrag bis 2010 hatte. Im Raum standen Summen zwischen 800.000 und 1,3 Millionen Euro.

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