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Mladen Krstajic bestritt 131 Bundesliga für den FC Schalke 04 © getty

Mladen Krstajic wechselt zurück in die Heimat. Von Schalke zeigt er sich enttäuscht und rechnet mit den Verantwortlichen ab.

Von Robert Gherda

München - Mladen Krstajic wechselt zurück in seine serbische Heimat zum serbischen Double-Gewinner Partizan Belgrad.

Dort wird Schalkes bisheriger Kapitän in Kürze einen Zweijahresvertrag unterschreiben.

Dies bestätigte sein Berater Alen Augustincic gegenüber Sport1.de:

"Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass das passieren wird. Die endgültige Entscheidung könnte stündlich fallen."

Mehrere Interessenten

Alle anderen Interessenten sind somit aus dem Rennen:

"So wie es momentan aussieht, hat er sich auf Partizan eingespielt. Somit hat sich alles andere erübrigt", so Augustincic weiter.

Zuletzt wurden auch mehrere Bundesligisten sowie Zweitligist 1860 München und der PSV Eindhoven mit dem 35-Jährigen in Verbindung gebracht.

"So ein Verhalten tut weh"

Eine Weiterbeschäftigung bei Schalke 04 war für den Innenverteidiger kein Thema mehr, nachdem ihm die Königsblauen die kalte Schulter gezeigt hatten.

"Ich hatte zwei Gespräche mit Andreas Müller und Fred Rutten. Danach hieß es, dass mein auslaufender Vertrag verlängert wird", sagte Krstajic.

"Doch seit Müller und Rutten weg sind, habe ich nichts mehr gehört. So ein Verhalten tut weh." (Magath wird Trainer auf Schalke)

Enttäuscht zeigte sich der Serbe auch über die Tatsache, dass er vor dem Saisonfinale gegen Hoffenheim nicht mal verabschiedet worden war.

"Es ist traurig, dass keiner kommt und sagt: Danke für die fünf Jahre. Aber so ist das Geschäft", erklärte er. (DATENCENTER: Bundesliga 2008/2009)

Dabei will der WM-Teilnehmer von 2006 nicht falsch verstanden werden:

"Wenn Schalke nicht mehr mit mir plant, ist völlig in Ordnung - schließlich bin ich 35 Jahre alt. Aber warum hat man mir das nicht längst gesagt? So hänge ich in der Luft und weiß nicht, woran ich bin."

Schon bis 2000 für Partizan aktiv

Krstajic spielte bereits von 1996 bis 2000 für Partizan, bevor er zu Werder Bremen und nach dem Double-Gewinn 2004 mit den Hanseaten zu Schalke ging.

Insgesamt bestritt der Routinier 243 Bundesligapartien und erzielte dabei 18 Tore.

Ein Grund für den Wechsel zurück in die Heimat soll auch gewesen sein, dass er bei den "Schwarz-Weißen" auf alte Bekannte trifft:

Mit Sportdirektor Ivan Tomic spielte Krstajic noch für Partizan zusammen, Trainer Slavisa Jokanovic kennt er von der serbischen Nationalmannschaft.

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