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Franck Ribery (l.) kam 2007 von Olympique Marseille zu den Bayern © imago

Beckenbauer will die Zukunft von Ribery schnell geklärt haben. Ersatzkandidat Sneijder will offenbar nicht zu den Bayern.

Von Martin Hoffmann

München - Der Poker um Franck Ribery - jetzt schaltet sich Franz Beckenbauer ein.

Der Vereinspräsident des FC Bayern fordert, das Thema schnellstmöglich zu beenden - auf die eine oder andere Weise.

"Ich sehe nur zwei Lösungen", erklärt der FCB-Aufsichtsratsboss in der "Bild".

Bleiben oder gehen

Die eine: "Ribery verlängert vorzeitig seinen Vertrag, damit das Wechsel-Thema vom Tisch ist."

Die andere: die Bayern lassen den französischen Mittelfeldkünstler ziehen.

Variante eins dürfte kein realistisches Szenario ein, so konkret wie sich der Wechsel zu Real Madrid mittlerweile abzeichnet (Riberys Abgang rückt näher).

Ersatzkandidat will bei Real bleiben

Allerdings hat sich im Geschacher eine neue Komplikation aufgetan.

Madrids Wesley Sneijder (DATENCENTER: Spielerporträt), der als potenzielle Tauschmasse für einen Ribery-Transfer gilt, will offenbar nicht zu den Bayern.

"Wesley will bei Real Madrid bleiben", erklärte Ex-Bayern-Star Sören Lerby, Berater des niederländischen Nationalspielers.

Er habe auch gehört, dass Sneijder mit den Bayern in Verbindung gebracht würde, "aber darüber ist zu keiner Zeit gesprochen worden".

Ribery vermeidet klare Aussage

Ribery, der seinen Willen nach Madrid zu gehen, schon intern bekundet haben soll, vermied bei einem Interview im französischen Fernsehen ein klares Bekenntnis zu seiner Zukunft.

"Ich werde sehen, wie sich meine Situation entwickelt. Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht genau, es ist keine einfache Situation."

Er sei bis 2011 bei Bayern unter Vertrag, "und mir geht es dort gut. Ich bin keiner, der auf Konfrontation aus ist - ich hatte zwei gute Jahre bei Bayern. Man muss sehen, wie alles letztlich ausgeht".

Auch Beckenbauer hält Riberys Abgang noch nicht für ausgemacht.

"Ich hoffe, er bleibt bei uns und unterschreibt einen neuen Vertrag", erklärt er.

"Wenn er weg will, wird es schwer"

Der "Kaiser" weiß aber auch: "Wenn Ribery weg will, wird es schwer für uns, ihn zu halten."

Beckenbauer macht sich also auch schon Gedanken darüber, wie es nach Ribery weitergehen würde.

Für unersetzlich hält er den 26-Jährigen nicht: "Es sind schon viele 'Unersetzliche' gegangen und der Fußball lief trotzdem weiter."

Aber: "Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass Bayern ohne Ribery besser ist."

Daher wäre ein Abgang für Beckenbauer "nach Diego der zweite schwere Verlust für die Bundesliga".

Van Bommel lobt van Gaal

Derweil hat Bayern-Kapitän Mark van Bommel den neuen Coach Louis van Gaal erneut in den höchsten Tönen gelobt.

"Van Gaal ist ein Trainer für Details und mit einer super Taktik. Er wird die Linie von Heynckes fortsetzen. Nur schärfer und aggressiver", sagte der Niederländer dem "kicker".

"Wir bekommen eine richtig gute Truppe und müssen diese Saison korrigieren."

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