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Alexander Hleb spielte von 2000 bis 2005 beim VfB und ging dann zum FC Arsenal © getty

Der VfB erwägt ein Leihgeschäft mit Barcelona und verhandelt mit einem Nationalspieler. Bei Demba Ba spricht Hopp ein Machtwort.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat im Poker um Alexander Hleb vom Champions-League-Sieger FC Barcelona noch nicht aufgegeben.

VfB-Präsident Erwin Staudt kann sich ein Leihgeschäft vorstellen, um den Weißrussen doch noch zurück an den Neckar zu lotsen.

"Es geht bei so einem Spieler nicht nur um Ablösesummen, sondern auch um Gehaltsanforderungen", sagte Staudt der "Bild"-Zeitung.

Deswegen muss man prüfen, ob man so einen Spieler kauft und für viele Jahre verpflichtet. Oder ob ihn zunächst für einen kürzeren Zeitraum mit einer Kaufoption ausleiht."

Allerdings müsse gewährleistet sein, dass durch Hleb das Gehaltsgefüge im Team nicht gesprengt werde (110436DIASHOW: Das Transfer-Roulette).

Interesse an Jovanovic

Auch am serbischen Nationalspieler Milan Jovanovic soll der VfB nun dran sein (DATENCENTER: Spielerprofil).

Nach einem Bericht der "Stuttgarter Nachrichten" soll sich Sportdirektor Horst Heldt bereits mit dem 28-jährigen Offensivspieler vom belgischen Meister Standard Lüttich zu einem Sondierungsgespräch getroffen haben.

Der Mittelfeldspieler steht noch bis 2010 bei Lüttich unter Vertrag, seine Ablöse soll bei rund fünf Millionen Euro liegen. In der abgelaufenen Spielzeit erzielte Jovanovic zwölf Tore für Standard.

Hopp spricht Machtwort zu Ba

Heldt soll sich auch bereits mit seinem Manager-Kollegen Jan Schindelmeiser wegen des Stürmers Demba Ba ausgetauscht haben.

Der Senegalese hatte zuletzt sein Interesse an einem Wechsel zu den Schwaben bekundet. Hoffenheim will Ba aber nicht ziehen lassen, wie Klubmäzen Dietmar Hopp nun bekräfigte.

"Wir geben Ba nicht ab - Ende! Jedermann auf dieser Welt, der Verträge abgeschlossen hat, muss diese auch einhalten. Das kann nicht sein, was gerade passiert", sagte Hopp im Interview mit der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Ba hatte zuletzt selbst über seinen Berater Karim Aklil Wechselabsichten geäußert. Der 24-Jährige steht in Hoffenheim noch bis 2011 unter Vertrag.

Staudt gegen Gehaltsobergrenzen

Staudt hat sich außerdem zu den unter anderem von Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß angeregten Gehaltsobergrenzen zu Wort gemeldet. Er hält sie für "kaum praktikabel".

Es klinge gut, und man bekomme "viel Applaus an den Stammtischen". Aber: "Wenn du eine Obergrenze einführst, gibt es 1000 Wege, um sie zu umgehen", sagte Staudt der Bild-Zeitung.

Staudt erinnerte an die Anfänge des Profi-Fußballs: "In den 60er Jahren wurde die Gehaltsobergrenze auf 1200 Mark festgesetzt. Es gab einen Täuschungsversuch nach dem anderen. Da wurde plötzlich die Schwiegermutter in der Geschäftsstelle angestellt, um das Gehalt zu erhöhen."

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