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Wolfsburg-Coach Felix Magath präsentiert nach dem letzten Saisonspiel die Meisterschale © getty

Fünfkampf um den Titel, ein gescheiterter Bayern-Coach und viele witzige Sprüche: Die Bundesliga 2008/09 bot Einiges.

München - Die 46.Bundesliga-Saison war an Spannung kaum zu überbieten. Sowohl der Titel- als auch der Abstiegskampf wurden erst am letzten Spieltag entschieden.

Zeitweise hatten sogar fünf Teams realistische Aussichten auf den deutschen Meistertitel.

Am Ende hatte ein Verein die Nase vorne, der bislang noch nie die Schale errungen hatte: der VfL Wolfsburg.

Dieser Erfolg ist vor allem einem Mann zuzuschreiben: Felix Magath. Innerhalb von zwei Jahren führte er die Niedersachsen als Trainer, Sportdirektor und Mitglied der Geschäftsführung vom Abstiegskampf zum Titel.

Die Wolfsburger stellten die offensivstärkste Mannschaft der Liga. Die Stürmer Grafite und Edin Dzeko erzielten zusammen 54 Treffer.

Wundertüte Werder

Aber auch andere Teams sorgten für Überraschungen. Aufsteiger Hoffenheim verzauberte in der Vorrunde die Liga und schoss sich zur Herbstmeisterschaft.

Nach dem Kreuzbandriss von Top-Torjäger Vedad Ibisevic stürzte das Team von Ralf Rangnick in der Rückrunde allerdings auf Rang sieben ab.

Eine echte Wundertüte war auch der SV Werder Bremen. In der Bundesliga pfui, in den Pokalwettbewerben hui war das Motto der Hanseaten.

Während die Bremer in der Liga nur auf Platz zehn landeten, holten sie sich den DFB-Pokal und stießen im UEFA-Cup auch bis ins Finale vor.

Alles dreht sich um Klinsmann

Die größte Medienaufmerksamkeit hatte aber einmal mehr der FC Bayern. Alles drehte sich um Trainer Jürgen Klinsmann. Dessen Projekt in München scheiterte aber bereits nach zehn Monaten.

Nach dem Champions League-Aus und einer bitteren Heimpleite gegen Schalke musste der ehemalige DFB-Teamchef seinen Hut nehmen.

Es war nicht der letzte Trainerabschied in der Bundesliga. In den Tagen nach Saisonschluss beendeten Hans Meyer (Mönchengladbach), Martin Jol (HSV), Bruno Labbadia (Leverkusen) und Christoph Daum (Köln) teilweise fluchtartig ihre Tätigkeit bei ihrem Verein.

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