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Lukas Podolski schoss in 50 Ligaspielen zehn Tore für die Bayern © getty

Uli Hoeneß hat Lukas Podolski gemahnt, mit dem Jammern aufzuhören. Doch "Poldi" macht in einem Interview erneut seinem Frust Luft.

Von Martin Hoffmann

München - Die Ansage von Bayern-Manager Uli Hoeneß war unmissverständlich: Lukas Podolski solle sich "auf seinen Job konzentrieren und aufhören, in der Ecke zu jammern".

Es darf bezweifelt werden, dass Hoeneß Podolskis Reaktion auf diese mahnenden Worte freuen wird.

In einem "Bild"-Interview macht "Prinz Poldi" erneut seiner Unzufriedenheit Luft und denkt auch wieder laut über einen Wechsel ins Ausland oder nach Köln nach.

Mehr noch: Er erklärt gar, dass er nie bei Bayern unterschrieben hätte, wenn er gewusst hätte, was dort auf ihn zukommen würde.

"Wie im Riesenrad"

"Wenn ich wüsste, dass es dann wieder so läuft wie jetzt gerade, dann nicht", erklärt Podolski auf die Frage, ob er mit dem Wissen von heute noch einmal zu den Bayern gehen würde: "Nein, nochmal würde ich dann nicht unterschreiben."

Podolski wehrt sich auch gegen den Vorwurf zu jammern: "Ich jammere nicht. Ich bin nur unzufrieden." Und er sieht Hoeneß' Aufforderung an ihn auch nicht als Tritt in den Hintern: "Warum sollte er mir in den Hintern treten? Ich habe bisher doch kaum gespielt. Ich habe mir überhaupt nichts vorzuwerfen."

Er sei schlicht enttäuscht - nicht von Hoeneß, aber von der sportlichen Situation: "Ich fühle mich wie im Riesenrad. Es geht ständig auf und ab."

"Alles ist möglich"

Aus diesem Grund werde er sich im Winter auch wieder Gedanken über einen Wechsel machen, wenn sich seine Lage bis dahin nicht bessere: "Ich wäre ja ein schlechter Fußballer, wenn ich mit der Ersatzbank zufrieden wäre."

Seinen Ex-Klub Köln bezeichnet er weiter als "eine Option", er hätte aber auch keine Angst vor einem Wechsel ins Ausland: "Alles ist möglich."

Die Frage, ob seine Motivation unter der Situation leide, verneint Podolski auch nicht: "Wenn es zwei, drei Wochen schlecht läuft, erträgt man das alles. Aber irgendwann kommt der Punkt, wo man sagt: 'Es nervt! Ich komme hier nicht weiter!' Das ist doch menschlich."

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