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Luca Toni (M.) blieb im CL-Viertelfinale gegen Barcelona ohne Treffer © imago

Der Bayern-Stürmer fühlt geschmeichelt, zögert aber noch. Derweil sind ein Chelsea-Verteidiger und ein Torwart beim FCB im Gespräch.

Von Tobias Schneider

München - Es ist nicht nur ein Gerücht: Champions-League-Sieger FC Barcelona ist an einer Verpflichtung von Luca Toni (Porträt) interessiert.

Das bestätigte der Bayern-Angreifer der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport". (Toni bei Barca im Gespräch)

"Barca hat die stärkste Mannschaft der Welt, daher ehrt es mich, dass sie mich gerufen haben", sagte Toni.

Obwohl er noch bis 2011 an die Münchner gebunden ist, schloss der 32-Jährige einen Wechsel nicht aus.

"Mein Vertrag läuft noch, aber jetzt ist Mario Gomez aus Stuttgart gekommen", meinte Toni.

"Er ist sehr gut, und vier Stürmer im Kader sind viele. Ich weiß daher nicht, ob ich bleibe und werde mit dem Verein reden müssen. Im nächsten Jahr ist die WM, da muss ich im Verein spielen, um dabei zu sein."

Zurück nach italien?

Die Bayern hatten zuletzt betont, wechselwilligen Profis keine Steine in den Weg legen zu wollen.

Laut italienischen Medienberichten sollen sich auch die beiden Mailänder Klubs Inter und AC für Toni interessieren. Anders als bei Barca bestünde zu diesen Vereinen allerdings "kein Kontakt", erklärte Toni.

Dennoch kann er sich nach zwei Jahren in Deutschland wohl eine Rückkehr in die Heimat vorstellen, denn: "Mit solchen Klubs ist man immer gut bedient."

Das gilt auch für Champions-League-Sieger Barcelona, mit dessen Trainer Josep Guardiola Toni seit gemeinsamen Tagen bei Brescia Calcio befreundet sein soll. Auch sonst nimmt der Kader des FC Bayern immer mehr Konturen an:

Nach Daniel Pranjic (Heerenveen) und Edson Braafheid (Enschede) weitet der neue Bayern-Trainer Louis van Gaal sein Jagdgebiet nun auch auf die europäischen Topligen aus. 93065(DIASHOW: Baustellen des FCB)

Weiter Interesse an Bosingwa

So ist der FCB nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" weiter an einer Verpflichtung von Jose Bosingwa interessiert.

Der Portugiese steht beim FC Chelsea noch bis 2011 unter Vertrag.

Die Ablöse für den defensiv- wie offensivstarken dürfte aber stattlich ausfallen, denn im Vorjahr überwies der Ballack-Klub mehr als 20 Millionen Euro an den FC Porto.

Handanovic im Visier?

Daneben besteht noch auf der Torhüterposition Handlungsbedarf. Mehrmals ließen die FCB-Bosse durchblicken, eine neue Nummer eins holen zu wollen. Bei Schalkes Manuel Neuer scheinen sie nicht recht voranzukommen.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sind Bayern-Scouts in Udine gesichtet worden. Dort spielt Samir Handanovic (24), der als kommender Star zwischen den Pfosten gehandelt wird.

Der slowenische Nationalkeeper (30 Länderspiele) besitzt aber noch Vertrag bis 2012 - und dürfte damit ebenfalls kein Schnäppchen sein. Ebensowenig wie Sebastien Frey vom AC Florenz.

Der soll laut "Corriere dello Sport" für vier Jahre beim FC Bayern unterschreiben, satte 20 Millionen Euro kosten und dazu drei Millionen Euro pro Saison verdienen.

Alles klar mit Braafheid

Klarheit besteht zumindest in der Personalie Braafheid. (Braafheid kommt für vier Jahre)

Twente Enschede bestätigte am späten Dienstag den Wechsel nach München.

Nach der obligatorischen medizinischen Untersuchung wird der 26-Jährige beim Rekordmeister unterschreiben. Die Ablöse beläuft sich auf rund zwei Millionen Euro.

Twente-Boss Joop Munsterman verliert mit Braafheid zwar einen seiner Leistungsträger, ein wenig stolz ist der Niederländer aber trotzdem:

"Es ist etwas ganz Besonderes, dass ein Spieler vom FC Twente zu einem so großen ausländischen Club wechselt. Wir wünschen ihm alles Gute", sagte Munstermann der niederländischen Nachrichtenagentur "ANP".

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