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Christoph Daum wurde 1992 mit dem VFB Stuttgart deutscher Meister © getty

Nach seinem Rücktritt beim 1. FC Köln leiden der Trainer und seine Angehörigen: Die Kinder werden in der Schule massiv angefeindet.

Köln - Trainer Christoph Daum sorgt sich um seine Familie.

Nachdem der Coach in der vergangenen Woche seinen Abschied vom 1. FC Köln bekanntgeben hat, sei die Stimmung gegen ihn und seine Familie in der Domstadt sehr aggressiv:

"Das Reizklima ist unfassbar. Es ist höchste Zeit, dass jemand die Reißleine zieht. Meine Kinder werden in der Schule attackiert, angemacht, angefeindet - einfach krank", sagte Daum der "Bild"-Zeitung.

Seine Kinder Jean-Paul (8) und Cara-Jolie (4), die in Köln-Rondorf die Internationale St. George School besuchen, müssten heftige Repressalien erdulden.

Attacken von Mitschülern und Erwachsenen

"Sie werden attackiert und angemacht, nicht nur von Mitschülern, sondern sogar von Erwachsenen", berichtete Daum, der künftig Fenerbahce Istanbul in der Türkei trainieren wird.

Auch Tochter Cara-Jolie, die in Köln die Vorschule besucht, müsse darunter leiden. "Da heißt es unter anderem: Dein Vater ist charakterlos", sagte Daum.

Sein Sohn Jean-Paul habe in den letzten Tagen viel geweint. Das Mobbing zermürbe die Kinder und auch seine Ehefrau Angelica sei wie vor den Kopf geschlagen.

Zuvor hatte sich Daum gegen die öffentliche Kritik nach seinem plötzlichen Abgang zur Wehr gesetzt und den Einbau einer Ausstiegsklausel im Vertrag verteidigt (Daum rechtfertigt sich) .

Größtes Risiko meines Lebens

"Ich möchte mal darauf hinweisen, dass ich das größte Risiko meines Lebens eingegangen bin, als ich den 1. FC Köln in der 2. Liga übernommen habe", sagte der 55-Jährige in einem Interview mit der Zeitung "Die Welt".

Und weiter: "Ich habe damals Vereinen abgesagt, die in der Champions League gespielt haben und viel höhere Ansprüche hatten. Und weil damals niemand wusste, wo die Reise hingeht, habe ich eine vertragliche Konstellation mit dieser Klausel gewählt."

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