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Robin Dutt sucht nach seinem souveränen Aufstieg in die Bundesliga nach Verstärkungen © getty

Die Aufsteiger Mainz und Freiburg fahnden intensiv nach Verstärkungen - Nürnberg indes schlägt einen ganz anderen Weg ein.

München - Die Aufstiegs-Partys sind vorbei, hinter den Kulissen der drei Bundesliga-Neuankömmlinge hat der stressige Part längst begonnen.

Nachdem der Einzug ins Oberhaus geschafft ist, geht es für die Manager nun darum, ihre Kader auch fit dafür zu machen.

Und so sondieren der SC Freiburg und der FSV Mainz 05 auch fieberhaft den Transfermarkt.

Nur beim 1. FC Nürnberg ticken die Uhren in diesem Jahr anders: Der Club will sich nicht groß verstärken - er will kompromisslos auf die Aufstiegsmannschaft setzen.

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"Keinesfalls die Ersatzbänke leer kaufen"

"Es wäre doch Unsinn, den Jungs im Aufstiegskampf zu vertrauen und ihnen ? nachdem sie es geschafft haben ? irgendwelche Neuzugänge vor die Nase zu setzen", hat Coach Michael Oenning in der "Bild" erklärt.

Gestandene Spieler könne man sich nicht leisten. Und: "Wir werden keinesfalls die Ersatzbänke der Bundesliga leer kaufen."

Wobei der nun perfekte Wechsel von Thomas Broich aus Köln zum FCN ein Bruch mit diesem Credo ist.

Oenning sagt allerdings auch: "Wenn ein Leistungsträger geht, muss er 1:1 ersetzt werden."

Wird Reinartz abgezogen?

Ein Abwanderungskandidat ist der von Leverkusen ausgeliehene Verteidiger Stefan Reinartz, den die Werkself womöglich zurückholen will, obwohl Nürnberg den U-19-Europameister noch ein Jahr halten möchte.

Möglicherweise zeichnet sich hier eine Paketlösung mit einer anderen Personalie, die beide Vereine betrifft, ab.

Oennings Co-Trainer Peter Hermann soll nämlich zu Bayer zurück - und dort Assistent von Jupp Heynckes werden.

Ärger um den Assistenten

Bayer hat das auch schon verkündet - zum Ärger von Nürnbergs Manager Martin Bader.

"Ich habe es im Videotext gelesen und mich gewundert, wie da angebliche Fakten geschaffen werden."

Hermann hat bei Nürnberg noch einen Vertrag bis 2010, Nürnberg will ihm aber keine Steine in den Weg legen, da es den vor allem aus persönlichen Gründen zurück nach Leverkusen zieht.

Der Club hat aber schon signalisiert, dass er dafür im Fall Reinartz Entgegenkommen verlangt.

Es "müllert" in Mainz

Anders als beim Club bewegt sich im Mainzer Kader einiges: "Drei, vier Neue" hatte Manager Christian Heidel unlängst angekündigt.

Einer davon heißt Heinz Müller, der im Tor nun Dimo Wache Konkurrenz machen soll.

Müller kommt vom FC Barnsley aus Englands Zweiter Liga an den Bruchweg, erhält einen Drei-Jahres-Vertrag und kassiert 300.000 Euro Ablösesumme.

Gereift im hohen Norden

Müller war im deutschen Profibereich einst bei Hannover, Bielefeld, St. Pauli und Jahn Regensburg aktiv, aber nie erste Wahl.

2003 ging Müller dann neue Wege: Es zog ihn nach Norwegen, wo er bei Odd Grenland und Lilleström SK zur Stammkraft reifte.

Vier Jahre später folgte der Wechsel nach Barnsley, wo er so sehr überzeugte, dass er angeblich sogar auf dem Zettel mehrerer Premier-League-Klubs und des VfL Wolfsburg landete.

Nägel mit Köpfen im Breisgau

Beim SC Freiburg sind bereits ebenso Nägel mit Köpfen gemacht worden: Zweitliga-Torschützenkönig Cedrick Makiadi kommt vom MSV Duisburg - beziehungsweise dem VfL Wolfsburg, dem der Deutsch-Kongolese gehört hat.

Mit Du-Ri Cha aus Koblenz wurde soeben der zweite Transfer fix gemacht.

Neben Bum-Kun Chas Spross soll aber noch ein zweiter Neuer für die rechte Seite her, um den nach Leverkusen abgewanderten Daniel Schwaab zu ersetzen.

Dutt verzichtet auf Urlaub

Bei den Freiburgern ist derzeit so viel zu tun, dass Coach Robin Dutt extra auf einen Sommerurlaub verzichtet hat.

"Ganz bewusst", hat der Meister-Coach erklärt: "Es stehen jede Menge Termine an."

Die Mission Oberhaus fordert ihren Tribut.

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