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Zvonimir Soldo hat klare Vorstellungen von seiner Tätigkeit in Köln © getty

Christoph Daum lobt seinen Nachfolger in den höchsten Tönen. Soldo will vor allem mit Neuzugang Podolski Vertauen zurückzahlen.

Von Robert Gherda

München - Christoph Daum hinterlässt nach seinem Abgang beim 1.FC Köln nach eigener Aussage ein bestelltes Feld. (Daum rechtfertigt sich)

Das abzuernten, ist nun die Aufgabe seines Nachfolgers Zvonimir Soldo. (Soldo folgt auf Daum). Daum selbst traut das Soldo ohne Weiteres zu.

Die geringe Erfahrung des Kroaten, der als Trainer bisher nur Dinamo Zagreb für ein halbes Jahr betreute, sieht Daum nicht als Problem an. Soldo sei "eine gute Wahl, zu der man den FC nur beglückwünschen kann".

Er habe schon als Spieler eine unglaubliche Präsenz gehabt:

Daum traut Soldo viel zu

"Er ist jung, er hat Power, er besitzt eine große Persönlichkeit und hat klare Vorstellungen", sagte Daum dem Kölner "Express".

Soldo selbst hält sich ebenfalls für gut gerüstet für seine erste Bundesligastation und freut sich auf die neue Aufgabe:

"Ich war lange Spieler und weiß, wie eine Mannschaft funktioniert. Es geht nur über klare Regeln und Disziplin. Das verlangt schon der gegenseitige Respekt. Außerdem setze ich viel auf Kommunikation. Die Tür steht für die Spieler immer offen."

Der Job sei eine große Herausforderung für ihn. "Als der Anruf kam, war mir gleich klar: Das will ich machen, das ist meine Chance", berichtete Soldo. "Ich bin froh, dass Manager Michael Meier und Präsident Wolfgang Overath so viel Vertrauen in mich setzen. Das will ich zurückzahlen."

Voller Tatendrang will der Kroate damit auch sofort anfangen.

Gespräch mit Manager Meier

Am Sonntag reiste Soldo nach Ljubljana in Slowenien, um sich mit Kapitän Milivoje Novakovic zu einem ersten Gespräch zu treffen.

In den nächsten Tagen will er sich mit Manager Michael Meier zusammensetzen. Dabei soll erörtert werden, auf welchen Positionen der FC noch Nachbesserungsbedarf hat. Die Offensivabteilung hält Soldo bereits für sehr gut aufgestellt:

"Wir haben eine gute Mannschaft, die durch die Neuzugänge Lukas Podolski und Sebastian Freis in der Offensive sicher noch besser wird." "Prinz Poldi" soll in der kommenden Saison im Zwei-Mann-Angriff neben Novakovic für die nötigen Tore sorgen:

"Lukas wird mein Führungsspieler. Er ist ein Ausnahmespieler. Jeder Trainer braucht eine Hierarchie im Team und ich erwarte, dass Poldi die Richtung vorgibt und Verantwortung übernimmt." sagt Soldo der "Bild am Sonntag".

Podolski als Kapitän?

"Novakovic und Podolski passen vom Typ fast perfekt zueinander. Nova als Spitze in vorderster Front, Podolski leicht zurückgezogen. Sie zu einem funktionierenden Duo zu formen, ist doch eine faszinierende Aufgabe für einen Trainer."

Offen lies Soldo dagegen, welcher der beiden Angreifer die Kölner als Kapitän auf den Platz führen wird.

"Da möchte ich mich jetzt ungern festlegen. Es kann auch sein, dass wir den neuen Kapitän wählen. Aber das ist jetzt nicht die dringendste Frage, da habe ich mir noch keine Meinung gebildet", meinte der Trainer.

In der Tat dürfte dies nur eine Randnotiz bleiben, solange die Domstädter erfolgreich sind. Dann würde Soldo auch aus dem großen Schatten von Christoph Daum treten.

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