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Spielt seit dieser Saison für ManCity: Vincent Kompany © getty

Vincent Kompany, gerade zu Manchester City gewechselt, greift den HSV an. Vorstandschef Hoffmann verstehe zu wenig von Fußball.

Hamburg - Nach seinem Wechsel zu Manchester City aus der der englischen Premier League hat Abwehrspieler Vincent Kompany den Bundesligisten Hamburger SV und dessen Vorstands-Chef Bernd Hoffmann scharf kritisiert.

"Der HSV kann nicht mit großen Transfers umgehen", sagte der belgische Nationalspieler der "Sport Bild" und schimpfte in Richtung Hoffmann: "Er gehört zu den Leuten, die vom Finanziellen etwas verstehen, aber nicht vom Fußball."

Kompany stichelt wegen mieser HSV-Bilanz

Kompany klagte weiter, dass er vom HSV-Boss in der Vorbereitung "ungefähr 30-mal" darauf hingewiesen worden sei, was der Verein in seine Verpflichtung im Sommer 2006 investiert habe.

"Das ist schlecht für die Psyche", meinte Kompany: "Der Verein hat seit 20 Jahren keinen Titel geholt. Hamburg ist die zweitgrößte Stadt in Deutschland. Diese Bilanz kann in so einem Zeitraum nicht nur an Spielern liegen."

Via Anderlecht und Hamburg auf die Insel

Kompany war vor zwei Jahren für eine Ablösesumme in Höhe von rund acht Millionen Euro vom RSC Anderlecht nach Hamburg gewechselt und im vergangenen Monat für etwa den gleichen Betrag weiter nach England gezogen.

Nachdem es zuvor Meinungsverschiedenheiten zwischen dem HSV und dem Profi über dessen Olympia-Teilnahme gegeben hatte, begründete Hoffmann den Verkauf damit, dass Kompany die Ansprüche nicht erfüllt habe.

"In den zwei Jahren, die er hier war, konnte er seine eigenen und unsere Ansprüche nicht erfüllen", hatte Hoffmann erklärt.

Hickhack um Olympia

Hinzu kam zuletzt der Ärger außerhalb des Platzes: Erst der Hickhack um Kompanys Olympia-Teilnahme und der anschließende Kompromiss der HSV-Bosse, zähneknirschend einem Mitwirken in den ersten beiden Gruppenspielen zuzustimmen.

Spätestens seit der verspäteten Anreise wegen eines vergessenen Reisepasses und seinem wiederholten Unwillen nach Hamburg zurückzukehren ("Ein Jammer, dass ich mein Land im Stich lassen muss"), war der Abwehrspieler offenbar unten durch.

Der HSV wartete daher auf ein passendes Angebot, nachdem im Sommer angeblich schon der FC Arsenal angefragt haben soll.

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