vergrößernverkleinern
Zvonimir Soldo wird in Köln Nachfolger von Christoph Daum © getty

Was wird neu, was wird anders in der Saison 2009/10? Der Bundesliga-Report beleuchtet die Klubs im Umbruch. Teil 2: Der 1. FC Köln.

Von Thorsten Mesch

München - Die Frage, was beim 1. FC Köln in der neuen Saison anders wird, ist leicht zu beantworten.

Christoph Daums Abschied und Lukas Podolskis Rückkehr waren in den vergangenen Monaten und Wochen die beherrschenden Themen rund um das Geißbockheim.

Mit Zvonimir Soldo haben die Kölner einen Trainer verpflichtet, der im krassen Kontrast zu seinem Vorgänger steht.

War der renommierte Daum eine schillernde Figur, die das Spiel mit der Öffentlichkeit bis zur Perfektion beherrschte, ist Soldo auf der Trainer-Bühne und im Umgang mit den Medien noch relativ unerfahren.

Im zweiten Teil des großen Bundesliga-Reports blickt Sport1.de nach Köln.

Soldo garantiert Podolski seine Unterstützung

Im Januar 2006 wollte Präsident Overath im Abstiegskampf Zvonimir Soldo sogar als Spieler verpflichten, um so doch noch den Klassenerhalt zu schaffen.

Am Montag traf sich der 41-Jährige nun am Geißbockheim zu einem ersten Gespräch mit Podolski. "Ich habe ihm meine Vorstellungen mitgeteilt", erklärte der Kroate der "Bild".

"Ich weiß, wie hoch die Erwartungen hier in Lukas sind. Aber er hat meine volle Unterstützung."

Zum neuen Spielführer machte Soldo den Liebling der Fans allerdings nicht. Torjäger Milivoje Novakovic wird weiterhin die Binde tragen.

Podolski "wird ein Führungsspieler sein"

"Wir haben einen Kapitän. Und er fühlt sich wohl in dieser Rolle", begründete Soldo seine Entscheidung.

Podolski müsse er ohnehin nicht groß integrieren, erklärte der Coach, der vom Rückkehrer überzeugt ist: "Er wird ein Führungsspieler sein."

Novakovic zeigte sich äußerst erfreut über die Entscheidung und ist angetan von seinem neuen Trainer.

"Er macht einen sehr guten Eindruck. Ich werde die gleiche Rolle wie im letzten Jahr spielen", sagte der Slowene dem "Express".

Vucicevic muss gehen

Keine Rolle mehr spielt hingegen Nemanja Vucicevic. Der Serbe der 2007 von 1860 München gekommen war, muss den FC nach nur zwei Jahren wieder verlassen.

Manager Michael Meier habe dem Offensivspieler mitgeteilt, "dass es eine Trennung geben wird", sagte Vucicevic-Berater Adam Mandziara dem "Express". Der VfL Bochum soll interessiert sein.

Auch Thomas Broich verlässt nach drei Jahren und 57 Spielen den Verein. Den 28-Jährigen zieht es nach Nürnberg.

Anders als Vucicevic, der bei den FC-Fans stets umstritten war, ist dem beim Anhang beliebten Fabrice Ehret eine Rolle als Eckpfeiler der Kölner Mannschaft zugedacht. "Er hat sich im letzten Jahr toll entwickelt", lobte Manager Michael Meier den 29-Jährigen.

Petit für Soldo "eine Schlüsselfigur"

Neben Podolski und dem vom Karlsruher SC verpflichteten Sebastian Freis ist Meier noch auf der Suche nach weiteren Verstärkungen.

Vermutet wird, dass noch ein oder zwei Außenverteidiger (im Gespräch war zuletzt der Karlsruher Stefano Celozzi) sowie ein Mittelfeldspieler als Partner für Petit kommen sollen.

Petit wird zusammen mit Podolski, Novakovic, Torhüter Faryd Mondragon und den Innenverteidigern Pedro Geromel und Youssef Mohamad das Gerüst der Mannschaft bilden.

Der erfahrene Portugiese ist für Soldo "eine Schlüsselfigur".

Henke und Özat assistieren

Petit hält ebenfalls viel von seinem neuen Vorgesetzten: "Soldo wirkt jung und frisch. Er geht sehr positiv an seine Aufgabe heran. Er ist ein ideenreicher Trainer", sagte er der "Bild".

Zweiter Co-Trainer, neben Michael Henke, wird außerdem Ümit Özat. Der 32-Jährige, der am dritten Spieltag der vergangenen Saison auf dem Spielfeld zusammenbrach, beendete am 14. März seine aktive Karriere bei Köln und assistiert nun dem neuen Trainer.

Während Özat und Soldo, der seine Lizenz erst 2007 in Köln ("Die Stadt hat mir damals schon gut gefallen") machte, noch unerfahren sind, kennt Assistent Henke bereits sämtliche Tricks des Fußballgeschäfts.

Schließlich gewann er als Co-Trainer von Ottmar Hitzfeld mit Dortmund und Bayern die Champions League und die Deutsche Meisterschaft.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel