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Markus Babbel hat bis 2011 einen Vertrag in Stuttgart © imago

Markus Babbel bleibt trotz des Verkaufs von Stürmer Mario Gomez zuversichtlich. Ein Neuzugang ist aber im Blickfeld.

Stuttgart - Trainer Markus Babbel vom VfB Stuttgart bleibt angesichts der bislang erfolglosen Suche nach einem Nachfolger für Angreifer Mario Gomez gelassen.

"Für so einen Transfer braucht man Zeit. Denn das Gesamtpaket muss stimmen", sagte Babbel in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung".

Er sei "überhaupt nicht nervös", versicherte er und stellte in Aussicht, der Klub werde mit Sicherheit "eine sehr gute Lösung" finden.

Nach dem Abschied von Gomez, der für mindestens 30 Millionen Euro zu Bayern München wechselt, stehen derzeit drei Angreifer im Kader des VfB.

"Drei hervorragende Stürmer im Kader"

Je schneller ein neuer Spieler komme, "umso besser ist es natürlich für die Integration des Spielers", sagte Babbel:

"Das Gute ist jedoch, dass wir in Cacau, Marica und Schieber noch drei hervorragende Stürmer im Kader haben. Deshalb verfalle ich bestimmt nicht in Panik."

Gegen eine Verpflichtung von Demba Ba vom Liga-Konkurrenten 1899 Hoffenheim hätte Babbel (Porträt) nichts einzuwenden.

Dabei stört den Trainer des VfB das Verhalten des Senegalesen, der mit eindeutigen Äußerungen seinen Abschied aus Hoffenheim zu provozieren versucht, keineswegs.

Babbel will keine Alibis zulassen

"Mich freut es zunächst, dass sich ein Spieler so klar zu uns bekennt", sagte Babbel und ergänzte, das Geschäft habe sich "eben so entwickelt".

Nach dem Erreichen des dritten Platzes in der vergangenen Bundesliga-Saison und damit der Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League warnt Babbel vor möglichen Rückschlägen zu Beginn der neuen Spielzeit:

"Es wird nicht leicht, denn es sind genügend potenzielle Alibis vorhanden: der Trainer ist immer mal wieder weg, Gomez ist weg, das Stadion ist eine Baustelle. Ich werde diese Alibis jedoch nicht zulassen."

Vertrauen auf das Trainerteam

Babbel hält sich derzeit im Rahmen seines Trainerlehrgangs bei der U21-Europameisterschaft in Finnland auf.

In den kommenden zehn Monaten wird er dem VfB daher nicht in vollem Umfang zur Verfügung stehen.

"Das ist zwar nicht der Idealfall", sagte der 36-jährige.

Er betonte aber: "Ich habe das Glück, in einem hervorragenden Team zu arbeiten und eine charakterstarke Mannschaft zu haben. Da sind die Aufgaben klar verteilt. Deshalb kriegen wir das hin."

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