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Lukas Podolski kehrt nach drei Jahren in München zurück nach Köln © getty

Lukas Podolski freut sich auf den Trainingsstart mit dem FC. Bei seinem Ex-Verein FC Bayen ist einiges in Bewegung geraten.

Von Mathias Frohnapfel

München - Lukas Podolski räumt in diesen Tagen Kisten aus, macht es sich gemeinsam mit seiner Familie im neuen Heim in Köln gemütlich.

Es ist ein kurzer Moment zum Innehalten, in dem der Nationalstürmer auch auf seine Zeit beim FC Bayern zurückblickt.

Die Scharmützel mit Ex-Trainer Jürgen Klinsmann bewertet er jetzt mit etwas Distanz.

"Da war man Auswechselspieler und der Trainer hat mich gar nicht richtig wahrgenommen", sagte er der "Süddeutschen Zeitung".

Kompliment an Hoeneß

"Ich hatte nie die Chance mich über eine längere Zeit zu beweisen."

Letztlich bleibt für Podolski die Erkenntnis, dass "man auch mal Rückschläge einstecken" muss.

Zugleich lobt er den Münchner Manager Uli Hoeneß, der "sehr korrekt" gewesen sei und den Transfer zurück ins Rheinland mit ermöglicht habe.

"Ein bisschen als Freund" sei Hoeneß damals aufgetreten.

Erwartungen sind bekannt

Für den neuen Kölner Coach Zvonimir Soldo ist Podolski eine ganz wichtige Säule in seiner Planung. Ohne Umschweife erklärte er vor kurzem: "Er wird ein Führungsspieler sein."

Podolski sagt diese Bestätigung zu, er kennt aber auch die hohen Erwartungen.

"Ist ja nicht so, dass Podolski jetzt hier in Köln ist und nicht angegriffen werden darf, wenn er schlecht spielt."

Ohnehin ist ihm die Rückkehr eine Herzensangelegenheit, wie er immer wieder herausklingen lässt. "Ich bin jetzt wieder richtig Kölner, wie man sagt."

Mal erzählt er schwärmerisch vom ersten Training am 25. Juni, mal beschreibt er die enge Beziehung zum FC, dem Verein, bei dem er schon als Knirps in der D-Jugend kickte.

Über seine Karriereplanung und verpasste Champions-League-Spiele bei Bayern oder einem anderen Klub in Europa mag "Poldi" nicht spekulieren.

"Ich freue mich halt auf Köln, was soll ich da sagen?"

Neue Ziele mit den Kölnern

Und er verrät die eigene Zielsetzung, nämlich die Geißbock-Elf nach vorne zu bringen.

Der plötzliche Abschied von Trainer Christoph Daum verunsichert Podolski nicht, schließlich stehe mit Präsident Wolfgang Overrath und Manager Michael Meier das Führungsteam.

"Ich wollte das Gesamtkonzept des Vereins sehen und das ist gut."

Borowski reagiert enttäuscht

Derweil muss sich Bayerns Mittelfeldspieler Tim Borowski damit abfinden, im Konzept des Vizemeisters nicht mehr vorzukommen.

"Wenn der Verein so klar und deutlich formuliert, dass ich gehen darf, heißt das, dass sie mich nicht mehr brauchen", sagte er enttäuscht der "tz".

Sein Berater Jörg Neubauer greift indes Jürgen Klinsmann an.

Die Bayern hätten "Klinsmann schalten und walten lassen. Ich glaube nicht, dass ein Spieler mehr Biss als Joker zeigen kann als Tim das gemacht hat."

In der Hinrunde traf Borowski (Spielerporträt) fünfmal, durfte allerdings auch nur fünfmal von Anfang an spielen.

Der 29-Jährige war erst zu Beginn der vergangenen Saison ablösefrei von Werder Bremen gekommen. Der Hamburger SV und der VfL Wolfsburg sollen Interesse an einer Verpflichtung des 33-maligen Nationalspielers haben.

Leiht Alkmaar Breno aus?

Verlassen dürfen und sollen den FC Bayern darüber hinaus Andreas Ottl, Breno und Jose Ernesto Sosa.

Auf Ottl hat angeblich schon Eintracht Frankfurt ein Auge geworfen, Breno wird womöglich an den AZ Alkmaar, den bisherigen Klub des neuen Bayern-Trainers Louis van Gaal, ausgeliehen.

Sosa wiederum soll auf dem Wunschzettel des 1. FC Köln stehen. Die Zukunft von Christian Lell hängt wohl davon ab, ob dem FC Bayern noch der Transfer von Abwehrspieler Jose Bosingwa vom FC Chelsea gelingt.

Brasilianer macht Eigenwerbung

Unterdessen hat sich ein weiterer Abwehrspieler bei den Bayern ins Gespräch gebracht.

Der Berater des Brasilianers Ilsinho behauptete auf einer Internetseite, die Münchner seien an dem Rechtsverteidiger interessiert. Ilsinho hat bei UEFA-Pokal-Sieger Schachtjor Donezk noch einen Vertrag bis 2011 und würde wohl rund 15 Millionen Euro Ablöse kosten.

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