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Robin Dutt trat im Sommer 2007 die Nachfolge von Volker Finke beim SC an © getty

Während SC-Coach Robin Dutt Volker Finke vergessen lässt, setzt Jörn Andersen den erfolgreichen Weg von Jürgen Klopp weiter fort.

Mainz/Freiburg - Zwei Trainer, zwei Freunde, eine Story:

Mit dem Aufstieg in die Bundesliga sind die Trainer-Kumpel Robin Dutt vom SC Freiburg und Jörn Andersen vom FSV Mainz 05 erfolgreich aus den langen Schatten ihrer prominenten Vorgänger Volker Finke und Jürgen Klopp getreten.

Nun müssen die beiden Erstliga-Neulinge ihre Fähigkeiten auch im Oberhaus unter Beweis stellen - ansonsten ist die Aufstiegs-Euphorie schnell verflogen.

Doch den Verantwortlichen beider Klubs ist davor nicht bange.

"Kleines Hoffenheim" als Ziel

"Viele Leute haben uns prophezeit: Wenn Jürgen Klopp den Verein verlässt, dann bricht hier alles zusammen. Jörn Andersen hat aber bewiesen, dass es auch mit einem anderen Trainer geht - so sehr wir Kloppo auch schätzen", sagte Christian Heidel.

Der Mainz-Manager will mit dem Norweger in der kommenden Saison ein "kleines Hoffenheim" aufbauen.

Auch beim SC Freiburg denkt niemand mehr an die 16 langen Jahre unter Ex-Coach Finke.

Herzen in Sturm erobert

Der Schwabe Dutt hat mit seiner sympathischen Art und seinem sportlichen Erfolg die Herzen der Breisgauer nach der am Ende zähen Finke-Zeit fast im Sturm erobert.

Zwar gelang die Bundesliga-Rückkehr erst im zweiten Anlauf, doch Dutt ist längst beim Sportclub angekommen.

"Der Trainer hat hervorragende Arbeit geleistet und zudem für Aufbruchstimmung im Verein gesorgt", sagte SC-Präsident Achim Stocker, der froh ist, nach der Ära Finke einen solchen Glücksgriff getätigt zu haben.

Kontakt via Handy

FSV-Trainer Andersen weiß aus eigener Erfahrung, wie schwer es ist, bei einem Klub Nachfolger einer Lichtgestalt zu sein.

"Robin hatte es als Nachfolger von Volker Finke in Freiburg natürlich erst einmal unheimlich schwer. Doch er hat sich durchgesetzt. Nicht nur wegen des Aufstiegs habe ich großen Respekt vor seiner Leistung", sagte Andersen,

Trotz der Konkurrenz der beiden Klubs um den Aufstieg hatte er via Handy häufig Kontakt mit Dutt.

"Wir haben immer mal wieder SMS ausgetauscht und uns gegenseitig angestachelt", berichtete Dutt mit einem schelmischen Grinsen.

Dutt als Finke-Nachfolger gern gesehen

Dutt hatte es als Finke-Nachfolger allerdings etwas leichter als Kumpel Andersen. Den Trainer Finke wollte beim SC schließlich kaum noch einer sehen.

"Die sachliche Kultur, die beim Sportclub gepflegt wird, ist damals vielleicht ein halbes Jahr lang emotional durcheinandergewirbelt worden. Inzwischen haben sich fast alle Aufgeregtheiten wieder gelegt", sagte Dutt.

Klopp hinterlässt große Fußstapfen

Dagegen sah man bei den FSV-Anhängern Tränen in den Augen, als sich Klopp vor der letzten Saison in Richtung Borussia Dortmund verabschiedete.

Andersen gab zuletzt auch zu, dass er lange damit zu kämpfen hatte.

"Diese ständigen Vergleiche haben ihm und mir nicht gefallen. Sie haben irgendwann genervt. Jeder hat seine Stärken und seine Schwächen, jeder geht seinen Weg. Wir sind wirklich zwei völlig verschiedene Typen, obwohl wir von Fußball dieselben Vorstellungen haben", sagte Andersen.

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