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Felix Magath begann seine Trainerkarriere 1992 beim SC Bremerhaven © getty

Trainer Felix Magath will auch mit dem FC Schalke maximalen Erfolg. Der 55-Jährige spricht ein Machtwort im Fall Manuel Neuer.

München - Felix Magath hat vor seinem Amtsantritt beim FC Schalke 04 unmissverständlich die Meisterschaft als Ziel ausgegeben. (Magath sucht die Unsterblichkeit)

"Selbstverständlich ist der Titel das Ziel. Ich will mit Schalke Meister werden", sagte der 55-Jährige, der seine Profis am Donnerstag zum Trainingsauftakt bittet, der "Bild am Sonntag".

Einen Zeitrahmen setzt sich Magath für sein Vorhaben nicht. Zunächst einmal müsse sich der Verein neu orientieren, sagte der Meister-Trainer des VfL Wolfsburg, der Verein müsse umstrukturiert werden.

"Ich weiß nicht, wie lange das dauert. Darum habe ich für vier Jahre unterschrieben."

"Den Druck mache ich mir selbst"

Dass währenddessen der Druck im Schalker Umfeld zu groß werden könnte, glaubt er nicht.

"Was andere für Erwartungen haben, ist mir egal. Den Druck mache ich mir schon selbst. Ich will immer Meister werden. Dafür setze ich alles ein, was ich habe. Ich habe gesagt, dass ich den Weg an die Spitze kenne. Wenn Spieler, Zuschauer und das Umfeld mitziehen, werden wir ihn auch gehen."

Zu diesem Weg gehört auch das knallharte Fitnesstraining, für das Magath seit jeher bekannt ist. In Wolfsburg ließ er extra einen Meisterhügel errichten und auch auf Schalke will er etwas Ähnliches finden.

"Es soll ja Kohlenhalden geben und neben der Arena einen schönen Park. Wenn das nicht reicht, bauen wir einen Turm."

Keine großartigen Personaländerungen

Intensive Aktivitäten auf dem Transfermarkt schloss Magath aus. Er habe es immer so gehalten, dass er zunächst mit den Spielern arbeite, die da sind.

"Dann wird man sehen, wer wirklich mitzieht und hundert Prozent für den Erfolg gibt. Dem ist alles andere unterzuordnen."

Magath: Neuer bleibt

In diesem Zusammenhang schloss er erneut einen Transfer von Torwart Manuel Neuer zum deutschen Rekordmeister Bayern München aus.

"Das war für mich nie ein Thema. Wir wollen selbst nach oben - und Neuer ist der beste Torwart Deutschlands."

An den Ex-Nationalspielern Kevin Kuranyi und Jermaine Jones übte er dagegen vorsichtige Kritik.

"Kevin ist ein Top-Stürmer. Aber wie Jones hat er seine Chancen auf die Nationalmannschaft durch unbedachte Aktionen minimiert. Beide müssen akzeptieren, wenn der Bundestrainer sie nicht aufstellt. Da darf man nicht gleich beleidigt sein. Darüber werden wir sprechen", sagte Magath.

Schalke als letzte Station?

Der Europameister von 1980 schloss nicht aus, dass Schalke seine letzte Trainerstation sein könnte.

Er sei "auf vier sehr schwierige Jahre eingestellt, die viel Kraft kosten werden". Ein späteres Engagement als Bundestrainer kommt für ihn dagegen nicht infrage.

Er wolle jeden Tag auf dem Trainingsplatz stehen, nicht alle paar Wochen: "Nur das reizt mich. Das ist mein Leben."

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