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Verteidiger Ömer Toprak liegt seit 13 Tagen auf der Intensivstation in Tübingen © imago

Der SC Freiburg startet ins Training - die Sorge um den bei einem Kartunfall verunglückten Toprak steht jedoch im Vordergrund.

Freiburg - Die Mission heißt zwar Klassenerhalt, doch die Gedanken sind in erster Linie bei Ömer Toprak:

Das Bangen um den schwer verunglückten U19-Europameister hat den Trainingsauftakt beim SC Freiburg überschattet.

Der Aufsteiger startete am Montag um 10.18 Uhr in die neue Saison und präsentierte nach der 40 Minuten dauernden Einheit den rund 100 Schaulustigen die fünf Neuzugänge - doch im Fokus des Interesses stand der Zustand des 19-Jährigen.

Immerhin konnte SC-Trainer Robin Dutt ein wenig Optimismus verbreiten.

Topraks Zustand leicht verbessert

Nach Angeben Dutts hat sich der Gesundheitszustand des vor zwei Wochen beim Kartfahren verunglückten Toprak in den vergangenen Tagen leicht verbessert.

Der Innenverteidiger, der bei dem Unfall schwere Verbrennungen erlitt, kann nach Angaben des Trainers in den kommenden Tagen möglicherweise die Intensivstation einer Spezialklinik in Tübingen verlassen.

"Es gibt jeden Tag kleine positive Signale. Ich hoffe, dies geht so weiter. Das Wichtigste ist aber, dass er überhaupt wieder gesund wird", erklärte Dutt.

"Der nächste Schritt wäre das Verlassen der Intensivstation. Dazu könnte es in den nächsten ein, zwei Tagen kommen. Das wäre dann immerhin ein erster Schritt nach vorne."

"Er hat viel Zuspruch, das baut ihn auf"

Ob Toprak seine Karriere fortsetzen kann, ist aber nach wie vor fraglich.

"Er wird uns kurzfristig sicher nicht zur Verfügung stehen. Es gibt keine zeitliche Prognose. So lange die Ärzte keine Prognose stellen, verbietet sich das für uns Nicht-Mediziner", erklärte Dutt.

"Er liegt seit 14 Tagen auf der Intensivstation auf dem Rücken. Da ist es klar, dass es ihm mental mal besser und mal schlechter geht. Er hat viel Zuspruch, das baut ihn auf", so der 44-Jährige weiter.

Kommt noch ein sechster Neuzugang?

Der Schicksalsschlag für Toprak beeinflusst auch die sportlichen Planungen der Breisgauer, die vor Saisonbeginn nun noch einen Verteidiger verpflichten wollen und deshalb wohl kein Geld mehr für Verstärkungen in der Offensive übrig haben werden.

Dennoch planen die Freiburger, die sich bereits mit Cedrik Makiadi, Stefan Reisinger, Du-Ri Cha, Mensur Mujda und Manuel Salz verstärkt haben, mit einem sicheren Klassenerhalt.

"Für einen Aufsteiger ist der Klassenerhalt natürlich das Minimalziel. Aber dieses Ziel birgt auch die Gefahr, dass sich ab dem 15. Platz eine leichte Zufriedenheit einstellt und man dann am Ende doch noch abrutscht", erklärte Dutt.

"Deshalb wollen wir keinen Platz, sondern eine Punkteausbeute als Ziel ausgeben. Die könnte bei 40 Zählern liegen. Damit wäre man in der vergangenen Saison auf Platz zwölf gelandet. Das wäre für uns eine tolle Geschichte", so Robin Dutt.

Saisonbeginn gegen den FC Metz

Nach den ersten Trainingstagen und Testspielen gegen unterklassige Gegner werden die Freiburger am 12. Juli zu einem einwöchigen Trainingslager nach Schruns im Voralberg reisen.

Nach der Rückkehr aus Österreich präsentiert sich der SC dann am 28. Juli im heimischen Stadion seinen Anhängern.

Um 18 Uhr findet die offizielle Mannschaftsvorstellung mit dem Saisoneröffnungsspiel gegen den französischen Zweitligisten FC Metz statt.

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