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Michael Zorc absolvierte 463 Bundesligaspiele für den BVB und ist Rekordspieler des Vereins © getty

Im zweiten Teil des Interviews spricht Zorc über die Personalie Alexander Frei und die verpasste Chance in der Bundesliga.

Von Mathias Frohnapfel

Dortmunds Stürmer Alexander Frei ist weiterhin ein gefragter Mann auf dem Transferkarussell.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc spricht im zweiten Teil des Sport1.de-Interviews über diese Personalie und spornt zugleich Florian Kringe im Kampf um die Plätze im Mittelfeld an.

Sport1.de: Herr Zorc, sind noch weitere Verstärkungen für die neue Saison zu erwarten?

Michael Zorc: Wir sind soweit mit der Kaderplanung auf Stand. Es ist gut denkbar, dass wir so in die Saison gehen. Aber Sie sehen ja, was überall los ist, die Transferperiode geht bis zum 31. August, deshalb habe ich mir abgewöhnt zu sagen: Das ist es jetzt.

Sport1.de: Stürmer Alex Frei ist begehrt, wird auch bei Galatasaray Istanbul gehandelt. Wird er beim BVB bleiben?115099(DIASHOW: Die Neuzugänge des BVB)

Zorc: Wir haben kein Gespräch mit Galatasaray geführt, um das mal sehr deutlich zu sagen. Alex hat wie die anderen auch Vertrag bei Borussia Dortmund. Wir haben da die Hoheit.

Sport1.de: Steht die Verpflichtung des Cottbusers Dimitar Rangelov in Verbindung mit Alex Frei, falls er doch noch Dortmund verlassen sollte?

Zorc: Nein, das ist eine weitere Komplettierung unseres Angriffsbereichs. Rangelov hat bei Cottbus gezeigt, dass er in der Ersten Liga Tore schießen kann, deshalb haben wir ihn verpflichtet. Er hatte eine Ausstiegsklausel für eine Million. Deshalb haben wir da einen guten Fang gemacht.

Sport1.de: Im Mittelfeld wird der Konkurrenzkampf künftig heftig werden.

Zorc: In der Tat sind wir im Mittelfeld sehr gut aufgestellt, aber das hat uns schon im letzten Jahr sehr gut getan, dass der Trainer verschiedene Möglichkeiten hatte und kein Spieler hundert Prozent sicher sein kann, immer zu spielen. Jeder muss das durch seine Leistung unterlegen.

Sport1.de: Florian Kringe hat in der Rückrunde nur elf Partien gemacht, wurde siebenmal eingewechselt. Wie soll es mit ihm weitergehen?

Zorc: Wir fühlen uns mit dem Kader sehr gut aufgestellt, haben eine Doppelbesetzung in fast allen Bereichen. Florian ist ein Eigengewächs, er hatte sicher keine ganz gute Saison, aber er hat ein riesiges Potenzial. Er muss versuchen, sich wieder ranzukämpfen.

Sport1.de: Mit einigen Wochen Abstand: Wie groß war die Enttäuschung nach dem verpassten UEFA-Cup-Platz?

Zorc: Die Enttäuschung war schon sehr groß, wenn man in der 91. Minute durch ein irreguläres Tor aus den internationalen Plätzen herausfliegt. Aber man kann die Gesamtbetrachtung der Saison nicht nur daran festmachen. Man muss sehen, dass wir uns in fast allen Bereichen deutlich verbessert haben. Wir haben 59 Punkten geholt, das hat seit Einführung der Drei-Punkte-Regelung bisher immer für die internationalen Plätze gereicht. Wir haben auch richtig guten Fußball gezeigt.

Sport1.de: Was sind die Ziele für die neue Saison?

Zorc: Wir sind gut damit gefahren, die Zielsetzung nicht an einem Tabellenplatz festzumachen. Wir haben uns damit ganz wohl gefühlt und werden da auch in diesem Jahr nichts daran ändern.

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