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Markus Pröll wechselte zur Saison 2003/2004 vom 1. FC Köln nach Frankfurt © imago

Von Abschied keine Spur: Der Eintracht-Keeper will seinen Vertrag erfüllen, "Oranje-Flop" Engelaar folgt Rutten nach Eindhoven.

München - Markus Pröll will seinen Stammplatz im Tor von Eintracht Frankfurt verteidigen und trotz der Verpflichtung von Junioren-Nationalspieler Ralf Fährmann seinen noch bis 2010 laufenden Vertrag erfüllen.

"Ich weiß gar nicht, wie mein Name mit einer Streichliste in Verbindung gebracht werden kann. Weder mit mir noch mit meinem Berater wurde darüber je ein Wort gesprochen. Ich habe noch ein Jahr Vertrag und werde diesen erfüllen", sagte der 29-Jährige.

Pröll kündigte an, dass er das Duell mit dem Ex-Schalker Fährmann aufnehmen und seinen Platz im Tor der Hessen "nicht kampflos" hergeben werde.

"Wie Oka Nikolov bin ich auch ein Stück Eintracht. Ich bin ja jetzt auch schon im siebten Jahr hier. Da steckt viel Herzblut drin. Ich will zum Bundesligastart im Tor stehen", sagte Pröll.

Einer muss gehen

Frankfurts neuer Trainer Michael Skibbe hatte zuletzt angekündigt, dass er eher nicht mit vier Torhütern in die neue Runde starten will.

Neuverpflichtung Fährmann geht als Favorit in das Rennen um die Nummer eins.

Pröll, Nikolov und Nachwuchskeeper Jan Zimmermann, die bei der Eintracht alle drei noch bis 2010 unter Vertrag stehen, kämpfen um die restlichen zwei Plätze im Kader.

"Nie um Freigabe gebeten"

Zuletzt war deshalb spekuliert worden, Pröll habe Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen bereits um die Freigabe gebeten.

"Das stimmt nicht, ich habe nie um meine Freigabe gebeten. Ich war nie auf der Suche nach einem neuen Verein. Deshalb hat es auch keine Verhandlungen mit irgendeinem anderen Klub gegeben. Ich wollte nie weg aus Frankfurt, weil ich mich hier sehr wohl fühle", so Pröll.

Sport1.de hat weitere Splitter aus der Bundesliga zusammengestellt:

Engelaar-Wechsel nach Eindhoven perfekt

Orlando Engelaar wechselt nach einem Jahr voller Enttäuschungen bei Schalke 04 in seine Heimat zum PSV Eindhoven.

Damit folgt der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler erneut Trainer Fred Rutten, der Engelaar im Vorjahr aus Twente Enschede mit nach Schalke brachte und ebenso wie der 1,96 m große Profi bei den "Königsblauen" die Erwartungen nicht erfüllte.

Engelaar, der Schalke damals 5,5 Millionen Euro kostete, erhält in Eindhoven einen Vierjahresvertrag.

Er absolvierte am Dienstag die medizinischen Tests.

"Fühlen uns beide leicht beschädigt"

"Wir beide fühlen uns aus unser Zeit in Schalke leicht beschädigt und sind jetzt froh, in Eindhoven zu sein", sagte Rutten der Zeitung "Algemeen Dagblad":

"Wir können Orlandos Erfahrung gut gebrauchen. Natürlich war er für den deutschen Fußball geeignet, sonst hätte ich ihn nicht nach Schalke geholt."

Über die Ablösesumme wurde nichts bekannt, sie dürfte aber bei über drei Millionen Euro liegen.

Zusätzlich sollen noch ausstehende Schalker Zahlungen aus dem Transfer von Jefferson Farfan von Eindhoven zum Bundesligisten im vergangenen Sommer verrechnet worden sein.

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