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Im ersten Sektor von Assen werden die Reifen vermutlich viel rutschen © Bridgestone

Erstmals durften die MotoGP-Piloten vor dem Grand Prix in Assen die Zahl der Vorder- und Hinterreifen einer bestimmten Mischung wählen

MotoGP-Reifenausrüster Bridgestone blickt mit besonderer Spannung nach Assen. In den Niederlanden werden erstmals die Auswirkungen der Neuregelung bei der Auswahl von Reifenmischungen sichtbar. Direkt nach dem Grand Prix in Katalonien mussten die Fahrer erklären, ob sie je vier Vorder- und Hinterreifen einer Mischungen haben möchten, oder von der einen Sorte drei, von der anderen fünf.

"Das ganze Prozedur bei der Wahl des Vorderreifens wird dadurch etwas entzerrt", erklärte Bridgestone-Rennleiter Hiroshi Yamada. "Wir werden voraussichtlich ehr Variationen bei der Nutzung der Vorderreifen erleben. Vielleicht kann man im Warmup dann ganz andere Leistungen sehen als im Rennen, wo dann letztlich erst die Haltbarkeit so richtig auf die Probe gestellt wird. Ich hoffe, das Wetter bleibt gut und wir sehen erneut einen tollen Kampf."

"Seit dem Umbau gibt es in Assen unterschiedliche Asphaltarten", merkte Bridgestone-Entwicklungschef Tohru Ubukata an. "Auf der einen Seite hat man den neuen ersten Sektor und danach folgt dann die traditionelle Streckenführung. Es gibt dort nur wenige Überholmöglichkeiten, es sei denn, man ist sehr mutig. Eine starke Qualifying-Leistung ist also sehr wichtig. Im ersten Teil ist es sehr eng, dann folgen einige 90-Grad-Kurven. Dort sind Bremsstabilität sowie Grip und Haltbarkeit der Reifenflanken gefragt."

Die Veränderungen an der "Kathedrale" haben beim Reifenlieferanten zu Veränderungen geführt. "Wir erwarten kühlere Temperaturen am Rennwochenende dort", so Ubukata. "Außerdem hat der umgebaute erste Sektor einen ganz neuen Asphalt, der noch sehr rutschig ist. Daher haben wir entschieden, eine weichere Mischung unserer Slicks mit dorthin zu bringen."

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